Crossland X und Meriva - Zwei Mini-Vans von Opel im TÜV-Check
Hohe Sitzposition, gute Übersicht, unkomplizierter Einstieg: Opel Crossland X und Meriva richten sich vor allem an Familien, Senioren und alle, die es im Alltag praktisch mögen. Auch die Unterhaltskosten bleiben meist im Rahmen. Doch bei beiden Modellen gibt es typische Schwachstellen, die Käufer vor dem Gebrauchtwagenkauf kennen sollten.
Das ist er: Ein Allrounder mit erhöhter Sitzposition, die Geländeoptik ist reine Show. Als Zwilling des Peugeot 2008 und Citroën C3 Aircross hat er die Fusion von Opel und dem französischen Autobauer PSA vorweggenommen. Erhältlich ist der Crossland X nur mit Frontantrieb. Für Vortrieb sorgen ein 1.2-Dreizylinder-Benziner (81 bis 130 PS), ein 1.6-Diesel (99-120 PS) oder ein 1.5-Diesel (102-120 PS). 2020 gab's ein Facelift mit frischer Front und sportlicher Ausstattung; der Namenszusatz X entfiel.
Das kann er: Auf 4,21 mal 1,77 Metern den Alltag meistern, wenn auch nicht so praktisch wie der Vorgänger Meriva. Clever ist die verschiebbare Rückbank, so passt ein kleines Fahrrad hinein. Für weniger Fahrspaß sorgen das straffe Fahrwerk sowie die schwammige Schaltung und Lenkung.
Das macht Ärger: Zu Beginn Elektrikmängel und hoher Verschleiß am Lager der Federbeindome. Einige Rückrufe: 2025 führte eine fehlerhafte Kettenkonstruktion zum Verschleiß der Nockenwellensteuerkette – Motorausfall droht. Zudem Rückrufe wegen Scheuerschäden am Kabelbaum, loser Hinterradnaben, defekter Dieselpartikelfilter, Ausfalls des Bremskraftverstärkers und Bruchgefahr am hinteren Querträger.
Das ist er: Ein Alltagsvan mit Knick in der Seitenlinie und inneren Werten: Auf 4,29 m Länge bietet er bequem Platz für vier, ist gut zugänglich dank hinten angeschlagener Fondtüren. Im Angebot: drei Benziner mit 100 bis 140 PS, Diesel mit 95, 110, 130, ab 2013 mit 136 PS. Für Sparfüchse: die 120 PS starke Flüssiggasvariante.
Das kann er: Mit kluger Raumaufteilung und dank hoher Sitzposition mit guter Übersicht aufwarten. Per verschiebbarer Rücksitze gibt’s bis zu 1500 Liter Kofferraum. Auch ist der Meriva erträglich komfortabel abgestimmt. Nicht empfehlenswert: der kleine Benziner mit 100 PS, er ist der Einzige ohne Turbo. Antriebstipp: der 1,6-Liter-Diesel mit 110 oder 136 PS – spritzig und mit 5,5 Liter Verbrauch sparsam.
Das macht Ärger: Defekte Kraftstoffpumpen, Kühlerlüfter, Zündschlösser, Wegfahrsperren und Motorsteuerungen. Ansonsten nerven Rückrufe wegen loser Schrauben an den Sitzschienen, Rissen in der Zahnstange der 2013er-Exemplare und fehlerhafter Gurtschlösser. 2017 und 2022 kam es zu Airbagmängeln. Im AUTO BILD-Dauertest holte der Meriva eine 2–.
Ölleck-Alarm! Die Fehlerquote des Meriva liegt sogar im zweistelligen Prozentbereich und steigert sich mit zunehmendem Alter. Der Crossland X schreibt ebenso rote Zahlen. Federn und Dämpfer zählen zu seinen weiteren Schwachpunkten. Wer trotzdem Gefallen an den familienfreundlichen Lasteseln findet, erhält in beiden Fällen einen cleveren Praktiker. Vor dem Kauf aber gründlich checken!
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