Ausgleichstor und klare Ansage - So macht Abwehrchef Keller Dynamo Mut
Das Zweitliga-Kellerduell zwischen Eintracht Braunschweig und Dynamo Dresden wirkt nach. „Es war ein sehr schwieriges Spiel“, gab Abwehrchef Thomas Keller (27) nach dem 2:2 zu. Und das hatte einen traurigen Grund.
Auf der Tribüne kollabierte vor der Partie ein 52-jähriger Braunschweig-Fan, die Partie wurde wegen des Notfalls 15 Minuten später angepfiffen. Doch die Ärzte konnten trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen nichts mehr für ihn tun, er starb auf dem Weg ins Krankenhaus .
Keller: „Da rückt der Sport in den Hintergrund, das ist dann ein ganz anderes Fußballspiel. Wir wussten nicht genau, was passiert ist. Aber die Stimmung war gerade in der ersten Halbzeit sehr beklemmend.“ Da herrschte im Stadion absolute Stille, beide Fanlager stellten den Support komplett ein. „Trotzdem mussten wir irgendwie versuchen, uns aufs Spiel zu konzentrieren“, so Keller weiter.
Das gelang den Umständen entsprechend noch ganz gut. Zwar fing sich Dynamo Dresden nach der Blitz-Führung durch Rapp wieder zwei dumme Gegentore ein, aber Keller selbst sorgte nach einer Ecke per Kopf mit seinem vierten Treffer für die SGD noch für das 2:2.
„Die Tore, die wir kassiert haben, waren einfach zu billig. Das ärgert mich und daran müssen wir arbeiten“, stellt der Innenverteidiger klar. „Aber der Ausgleich und damit der erste Auswärts-Punkt war wichtig, gerade für die Moral. Wir tun gut daran, ruhig zu bleiben, sind auf einem guten Weg.“
Das macht Keller auch daran fest, dass sein Team trotz des Saison-Fehlstarts seiner Linie größtenteils treu geblieben ist. „Wir haben das Spiel mit viel Ballbesitz über weite Strecken bestimmt und weiter mutig von hinten rausgespielt. Auch das Dreiecksspiel in der Mitte hat meist gut funktioniert. Klar merkt man in der einen oder anderen Situation, dass uns ein bisschen was fehlt im Moment. Aber das ist ganz normal.“ Die Abwehrkante macht sich und seinem Team Mut: „Wenn wir so weitermachen, werden die Siege kommen.“
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