Backup-Lösung eingestellt - Apple beerdigt Time Capsule – das müssen Nutzer tun
Für viele Mac-Nutzer war sie jahrelang die bequemste Backup-Lösung überhaupt: die AirPort Time Capsule. Doch mit dem Start von macOS 27 zieht Apple nun endgültig den Stecker. Grund: Der iPhone-Konzern beendet die Unterstützung für das alte Netzwerkprotokoll AFP, auf das alle Time-Capsule-Modelle angewiesen sind. Damit funktionieren Time-Machine-Backups auf die Geräte nicht mehr.
Die Time Capsule wurde 2008 vorgestellt und kombinierte WLAN-Router und Festplatte in einem Gerät. Apple stellte die gesamte AirPort-Reihe jedoch bereits 2018 ein. Technisch basiert die Time Capsule auf dem veralteten Apple Filing Protocol (AFP), über das Daten übertragen wurden. Genau dieses Protokoll fliegt mit macOS 27 endgültig aus dem Betriebssystem. Das in macOS integrierte Backup-System „Time Machine“ setzt künftig ausschließlich auf moderne SMB-Verbindungen. Die alte Hardware kann diese Anforderungen nicht erfüllen.
Wer noch eine Time Capsule verwendet, sollte seine Datensicherung jetzt auf eine neue Lösung umstellen. Die einfachste Alternative ist eine externe USB- oder Thunderbolt-Festplatte direkt am Mac. Diese wird von Time Machine weiterhin vollständig unterstützt. Ebenfalls geeignet sind moderne NAS-Systeme von Herstellern wie Synology oder QNAP, sofern sie Time Machine per SMB unterstützen. Eine weitere Möglichkeit: Ein zweiter Mac im Heimnetz kann als Backup-Ziel dienen. Voraussetzung ist, dass beide Geräte mindestens macOS 11 verwenden.
Ganz hoffnungslos ist die Lage für erfahrene Bastler nicht. In der Community existiert ein Projekt namens „ TimeCapsuleSMB “, das der alten Hardware per Software einen modernen SMB-Server verpasst. Allerdings gilt die Lösung als experimentell, ist nichts für Laien und wird nicht von Apple unterstützt. Zudem starten die Backups danach bei Null - alte Sicherungen gehen verloren.
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