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Kampf gegen China-Abhängigkeit - Rumänien will kostbaren Magnesium-Schatz freilegen

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Kampf gegen China-Abhängigkeit - Rumänien will kostbaren Magnesium-Schatz freilegen

Bukarest – Rumänien hat die Erschließung einer Lagerstätte mit über 50 Millionen Tonnen magnesiumhaltigem Gestein genehmigt. Europa importiert derzeit 97 Prozent seines Magnesiumbedarfs aus China. Die EU-Kommission stuft diese Abhängigkeit bei kritischen Rohstoffen als Risiko für die Versorgungssicherheit ein. Ziel ist es, die heimische Produktion strategischer Rohstoffe zu stärken.

Die Lagerstätte besteht Berichten zufolge aus magnesithaltigem Gestein und magnesiumhaltigen Serpentiniten. Es handelt sich also nicht um 50 Millionen Tonnen reines Magnesium, sondern um Rohgestein, in dem das begehrte Metall enthalten ist.

Das abgebaute Material soll zunächst vor Ort zerkleinert und dann zu einer geplanten Verarbeitungsanlage in der rumänischen Stadt Săliște transportiert werden. Dort sollen Magnesiumverbindungen wie Magnesiumhydroxid und hochreines Magnesiumoxid hergestellt werden.

Magnesiumhydroxid wird als Flammschutzmittel eingesetzt. Magnesiumoxid findet Anwendung in der Metallurgie, der Stahlindustrie und bei der Herstellung feuerfester Materialien. In einer späteren Phase könnte das Projekt auf die Produktion von metallischem Magnesium ausgeweitet werden, das u.a. in der Autoindustrie oder Luftfahrt sowie in Elektronik verwendet wird.

Das ausführende rumänische Unternehmen Mineral Proiect Invest SA plant ein Logistiksystem mit Seilbahn und elektrischen Muldenkippern statt konventionellem Schwerlasttransport. Dadurch sollen CO 2 -Emissionen, Staub und Lärm beim Abbau reduziert werden.

Die EU hat durch den Critical Raw Materials Act konkrete Ziele gesetzt. Bis 2030 sollen mindestens 10 Prozent des jährlichen Bedarfs an strategischen Rohstoffen im Inland abgebaut, 40 Prozent verarbeitet und 25 Prozent recycelt werden.

Allerdings garantiert eine große Lagerstätte nicht automatisch die Unabhängigkeit von China . Die geplanten Anlagen benötigen Finanzierung, Bau und Inbetriebnahme. Für das gesamte Projekt werden den Berichten zufolge rund 400 Millionen Euro veranschlagt. Die wirtschaftliche Rentabilität des Abbaus und der Verarbeitung muss also noch ermittelt werden.

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