"Was Marielle weiß": Grandioses Gedankenexperiment – und auch was zum Lachen
Dieser deutsche Film sorgte auf Festivals weltweit für Furore.
"Was Marielle weiß" erzählt die Geschichte einer Zwölfjährigen und ihrer Eltern, gespielt von Julia Jentsch und Felix Kramer.
Als das Kind telepathische Fähigkeiten entwickelt, rutscht die Familie in die Krise.
Brauchen wir Geheimnisse? Normalerweise "kontrollieren" Eltern ihre Kinder.
Zumindest bis zu einem gewissen Alter.
Wie praktisch, dass kleinere Kinder ihre Eltern normalerweise wie Götter verehren – und nicht kritisch hinterfragen.
Der Drehbuchautor und Regisseur Frédéric Hambalek wagt in seinem auch international gefeierten Film "Was Marielle weiß" ein faszinierendes Gedankenexperiment: Wie wäre es, wenn ein Kind durch übersinnliche Fähigkeiten plötzlich die Eltern in der Hand hätte? Die zwölfjährige Marielle (Laeni Geiseler) lebt mit ihrer Mutter Julia (Julia Jentsch) und Vater Tobias (Felix Kramer) im gutbürgerlichen Eigenheim.
Die Erwachsenen sind beruflich erfolgreich und arbeiten viel.
Julia im Management eines nicht näher bezeichneten Unternehmens, Tobias in verantwortlicher Kreativ-Position bei einem Verlag.
Als Marielle von einer Freundin im Streit eine heftige Ohrfeige erhält, kann sie danach plötzlich alles hören und sehen, was ihre Eltern tun.
Selbst, wenn sie in diesem Moment schläft oder räumlich weit entfernt von ihnen ist.
Sehr früh in diesem mit 86 Minuten kompakten Film gesteht Marielle den Eltern ihre neue Fähigkeit: Mama hat mit ihrem Kollegen Max (Mehmet Ateşçi) geraucht und heftig geflirtet – mit deutlichen sexuellen Anspielungen.
Tobias wurde bei einem Meeting im Verlag bloßgestellt – und machte im Kollegenkreis keine gute Figur.
Die Eltern reagieren abstreitend bis entsetzt.
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