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Kultur

Sorge vor niedrigen Preisen: Niedersächsische Rübenbauern rechnen mit normaler Ernte

Stern ·
Sorge vor niedrigen Preisen: Niedersächsische Rübenbauern rechnen mit normaler Ernte

Die Zuckerrübenernte in Deutschland ist in diesem Jahr zweigeteilt: Im Süden und im Westen sind größere Ausfälle zu erwarten.

Im Norden hingegen deutet alles auf eine normale Ernte hin.

Die Zuckerrübenbauern in Norddeutschland erwarten eine durchschnittliche Ernte .

Derzeit liege die Ernte sogar leicht über dem Durchschnitt, sagte Eckhard Hinrichs, Vorsitzender des Dachverbands Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ).

Der Verband vertritt die Interessen der Rübenanbauer in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. „Die Zuckergehalte sind relativ hoch, vielleicht durch die Sonneneinstrahlung im Sommer“, sagte Hinrichs.

Im Süden und Westen Deutschlands sei die Situation deutlich anders.

Dort werden nach seinen Angaben Einbußen von 25 Prozent zum Normalertrag erwartet, was an den Klimabedingungen und an der Ausbreitung von Pflanzenkrankheiten liege.

Die Kampagne, wie die Rübenernte in der Branche heißt, werde im Norden wahrscheinlich bis Mitte Januar gehen, erklärte Hinrichs.

Sorge vor Krankheiten Zwar kämen die Krankheiten SBR (Syndrom der niedrigen Zuckergehalte) und Stolbur („Gummirüben“) auch dem Norden näher, derzeit gebe es zwar Einzelfälle, aber noch keine großen flächendeckenden Einbußen.

Beide Krankheiten werden unter anderem von der Schilf-Glasflügelzikade übertragen.

Die Folge sind spürbare Qualitäts- und Ertragseinbußen.

Auch in Teilen Norddeutschlands , unter anderem im östlichen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, wurden sie schon nachgewiesen.

Die Landwirte setzen auf Fortschritte in der Pflanzenzüchtung und im Pflanzenschutz sowie auf angepasste Fruchtfolgestrategien, heißt es beim Landvolk Niedersachsen.

Wetter in Norddeutschland bislang gut für Rüben Das Wetter habe sich bislang für die norddeutschen Landwirte gut entwickelt, erklärte Hinrichs.

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