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Die erfolgreiche Neobank Revolut und das Glücksspielproblem

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Die erfolgreiche Neobank Revolut und das Glücksspielproblem

Exklusiv Revolut Die erfolgreiche Neobank und das Glücksspielproblem Stand: 22.09.2026 • 11:00 Uhr

Revolut ist eine der am schnellsten wachsenden Banken und erobert immer mehr Märkte weltweit. Recherchen von WDR , NDR und SZ zeigen nun mutmaßliche Probleme der Onlinebank bei der Geldwäscheprävention, vor allem im Kampf gegen illegales Glücksspiel.

Die Warnung, die Compliance-Mitarbeiter der Bank "Revolut" kurz vor Weihnachten 2025 verfassten, hatte es in sich: Die Überwachung von illegalen Glücksspiel-Transaktionen in Deutschland müsse bei Revolut verbessert werden, heißt es in der Mitteilung. Die Mitarbeiter schrieben besorgt: Die Kontrollen, die Revolut installiert habe, um illegale Glücksspiel-Transaktionen zu identifizieren, reichten nicht aus. Die Bank halte sich daher nicht in vollem Umfang an die rechtlichen Anforderungen in Deutschland, so die Warnung, die WDR , NDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) vorliegt.

Das klingt so gar nicht wie die offiziellen Botschaften der rasant wachsenden Neobank, die Revolut-Gründer und Vorstandsvorsitzende Nik Storonsky zu einer der vertrauenswürdigsten Banken entwickeln will. Seit Gründung 2015 hat es das Start-up bereits geschafft, weltweit mehr als 75 Millionen Kunden zu gewinnen. Das Fintech lockt vor allem junge Kunden mit unkomplizierter Kontoeröffnung und einer intuitiven App. In Deutschland hat Revolut zuletzt die Marke von drei Millionen Kunden geknackt. Revolut sponsert ein Formel-1-Team und das Werbegesicht in Deutschland ist Fußballweltmeister Mario Götze. Ein Börsengang ist in den kommenden Jahren geplant.

Die "Neobanken" wachsen schnell und setzen den klassischen Filialbanken zu. mehr

Experten mahnen allerdings schon seit einiger Zeit, dass das schnelle Wachstum auf Kosten der Einhaltung regulatorischer Standards gehen könnte: Im April 2025 hatte die Bankenaufsicht in Litauen Revolut mit einer Strafe von 3,5 Millionen Euro belegt, wegen Mängeln in der Geldwäschebekämpfung.

Unterlagen, die WDR , NDR und SZ einsehen konnten, geben nun auch Einblicke in die Abläufe hinter die deutschen Fassaden der Neobank - sie zeigen, dass die Bank offenbar Schwierigkeiten hatte, die staatlichen Auflagen zu erfüllen, etwa im Bereich des illegalen Glücksspiels.

Banken sind in Deutschland durch das Geldwäschegesetz dazu verpflichtet, zu überprüfen, ob ihre Kunden Geld an nicht lizenzierte Glücksspielanbieter schicken oder von dort bekommen. Hierzu müssen sie alle Kontobewegungen automatisiert überwachen. Sobald Zahlungen an oder von einer illegalen Glücksspielplattform auffallen, müssen strenge Sicherheitsmechanismen greifen. Banken dürfen laut Glücksspielstaatsvertrag eigentlich gar nicht am Zahlungsverkehr für illegale Casinos mitwirken und sollen solche Vorgänge an die staatliche Spezialeinheit, Financial Intelligence Unit (FIU), melden.

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