Flut im Himalaya: Zahl der Vermissten in China nach Sturzflut steigt auf 558
Nach der Sturzflut in Tibet steigt die Zahl der Vermissten sprunghaft an.
Schlammmassen und beschädigte oder zerstörte Straßen und Brücken erschweren den Rettungseinsatz.
In China ist die Zahl der Vermissten nach der Sturzflut im Südwesten Tibets an der nepalesischen Grenze um fast 300 auf 558 gestiegen.
Am Vortag hatten die Behörden noch von 265 Vermissten gesprochen.
Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete weiter, zwei Menschen seien gerettet worden.
Die chinesischen Behörden sprachen demnach zunächst weiter von drei Todesopfern.
Eine verheerende Sturzflut hatte am Mittwoch im Grenzgebiet zwischen Nepal und dem Kreis Gyirong in Tibet enorme Schäden angerichtet.
Nepals Polizei spricht bislang von 162 Toten.
Hunderte Menschen werden auch dort noch vermisst, darunter viele ausländische und nepalesische Touristen.
Es ist davon auszugehen, dass die Opferzahlen weiter ansteigen werden.
Was die Sturzflut genau auslöste, ist noch unklar.
Vermutet wurde zunächst eine Gletscherlawine, die einen Zufluss des Bhotekoshi blockiert haben könnte, wie die „Kathmandu Post“ berichtete.
Der Fluss entspringt im Hochland von Tibet.
Der von der Gletscherlawine angestaute See könnte sich als massive Flutwelle aus Geröll und Eis flussabwärts ergossen haben, so die Vermutung.
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