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Fangsaison 2026: Norwegen tötet mehr als 400 Zwergwale

Stern ·
Fangsaison 2026: Norwegen tötet mehr als 400 Zwergwale

In Norwegen gehört der Walfang zur Tradition.

Obwohl die Fangquote in diesem Jahr deutlich unter der gesteckten Grenze zurückblieb, sind Tierschützer alarmiert.

Sie sind in sämtlichen Weltmeeren zu Hause und werden mindestens seit dem Mittelalter bejagt: Besonders in Norwegen, Japan und Island sind Zwergwale ein beliebter Fang – bis heute.

In der diesjährigen Walfangsaison sind allein in Norwegen 418 Zwergwale getötet worden.

Diese Bilanz bestätigte das norwegische Fischereidirektorat der Nachrichtenagentur DPA.

Der Walfang wurde demnach bereits in der vergangenen Woche gestoppt, nachdem die Walfänger ihre Arbeit abgeschlossen hätten, hieß es.

Die für dieses Jahr festgelegte Quote von 1641 Tieren wurde damit wie üblich nicht annähernd ausgeschöpft.

Tierschützer kritisieren Walfang-Tradition in Norwegen Weil die Population der Meeressäuger stark schrumpfte, wurde die Jagd auf die Tiere mit dem Walfang-Moratorium von 1986 zunächst verboten.

1993 legte das Land Widerspruch ein und nahm den kommerziellen Walfang wieder auf – unter der Bedingung, dass die Jagd reguliert und auf die eigenen Gewässer beschränkt sei.

Tierschützer üben trotzdem weiter Kritik. „Kein Land tötet so viele Wale wie Norwegen – und kaum eines kommt dabei so ungeschoren davon“, sagte Mona Schweizer von Pro Wildlife der DPA.

Die Organisation forderte erneut ein Ende des Walfangs.

Norwegen sei auch 2026 das „Walfangland Nummer eins“ und habe seit 1986 fast doppelt so viele Tiere getötet wie Island und Japan zusammen, hieß es.

Dabei gebe es keine Kontrolle darüber, wie die Wale sterben.

Norwegen hält an der Tradition der Jagd auf Zwergwale fest, auch wenn der Konsum des Walfleischs seit Jahren rückläufig ist und Fischer Schwierigkeiten haben, ihren gesamten Fang zu verkaufen.

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