Handwerk: Weniger Montage: Handwerk profitiert von Heimatnähe
Früher mussten sächsische Handwerksbetriebe ihre Leute häufig „auf Montage“ schicken.
Doch die Aufträge fernab des Firmensitzes sind stark zurückgegangen.
Sachsens Handwerksbetriebe erwirtschaften den Großteil ihres Umsatzes in heimischen Gefilden.
Nach Angaben des Handwerkstages werden knapp 85 Prozent der Umsätze in einem Umkreis von 50 Kilometern erzielt.
Das sei eine deutliche Verschiebung im Vergleich zum Jahr 2013.
Da waren es nur 67,6 Prozent.
Aufträge aus dem Ausland spielen mit 0,8 Prozent so gut wie keine Rolle.
Arbeit „auf Montage “ wird weniger „Früher mussten die Unternehmen auch Aufträge in ferneren Regionen annehmen, um ihre Kapazitäten auszulasten und wirtschaftlich zu überleben – Stichwort Montage.
Heute ist das immer seltener der Fall“, betonte Andreas Brzezinski, Sprecher des Geschäftsführerkollegiums des Sächsischen Handwerkstages.
Nur noch 4,5 Prozent der Umsätze im Gesamthandwerk würden in einem Umkreis ab 150 Kilometern und mehr erlöst.
Im Werben um Fachkräfte sei das ein Vorteil für die Betriebe, machte Brzezinski geltend. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie spielt im Handwerk eine zunehmend wichtige Rolle.
Da ist es positiv, wenn man wegen der Montagearbeit nicht eine Woche von zu Hause getrennt ist.“ Immer mehr private Auftraggeber Nach Angaben des Handwerkstages gab es in den vergangenen Jahren auch eine Verschiebung bei der Umsatzverteilung.
Hauptabnehmer von handwerklichen Leistungen sind demnach private Auftraggeber, mit denen die Betriebe im Jahr 2025 gut 61 Prozent ihrer Umsätze erzielten.
2013 waren es nur 40,6 Prozent. Öffentliche Auftraggeber haben weiter an Boden verloren.
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