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Kultur

Frankreich: Streit um private Brandschneise auf Halbinsel Cap Ferret

Stern ·
Frankreich: Streit um private Brandschneise auf Halbinsel Cap Ferret

Knapp einen Monat nach dem verheerenden Flächenbrand auf der französischen Halbinsel Cap Ferret ist ein Streit um eine privaten Brandschneise entbrannt: Die Anti-Korruptionsorganisation AC hat am Mittwoch den 79 Jahre alten Geschäftsmann Benoît Bartherotte angezeigt, weil er eine mehrere Hundert Meter breite Schneise in einen öffentlichen Pinienwald geschlagen hat, um sein Anwesen an der Südspitze der Halbinsel zu schützen.

Die Organisation fordert Aufklärung darüber, unter welchen Umständen er dafür nachträglich eine Genehmigung der Behörden erhalten hat.

Bartherotte habe sich über alle Regeln hinweggesetzt und den Behörden „seinen Willen aufgezwungen“, sagte Jean-Pierre Steiner von der Organisation AC.

Bartherotte war einer von nur wenigen Bewohnern der Halbinsel , die die Aufrufe zur Evakuierung wegen der Waldbrände im Juli ignoriert hatten.

Er besitzt ein vier Hektar großes Grundstück an der Südspitze der Halbinsel, das nach Schätzungen der Zeitung „Le Monde“ etwa 25 Millionen Euro wert ist.

Zu seinen Nachbarn zählt der Milliardär Xavier Niel, einer der einflussreichsten französischen Unternehmer und Investoren.

Bartherotte räumt ein, dass er die Bäume zunächst ohne Genehmigung abgeholzt hat.

Dies sei der Langsamkeit der Behörden geschuldet gewesen, erklärt er.

Diese ließen etwas später ebenfalls eine Brandschneise schlagen, allerdings am Beginn der Halbinsel, auf der zahlreiche Prominente Ferienhäuser besitzen. „Ich hätte es vorgezogen, dass er seine Mittel für die Brandschneise zur Verfügung stellt, die die gesamte Halbinsel schützt“, sagte der Bürgermeister von Cap Ferret, Philippe de Gonneville, dem Sender France 3.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bartherotte auf eigene Faust handelt, um sein Anwesen zu schützen: Seit Anfang der 80er Jahre ließ Bartherotte einen 450 Meter langen Deich aufschütten, um dort die Erosion der Küste zu verhindern.

Die Flächenbrände waren am 22.

Juli ausgebrochen.

Insgesamt wurden mehr als 220.000 Menschen in Sicherheit gebracht, unter ihnen zahlreiche Urlauber.

Im Dorf Le Porge westlich von Bordeaux brannten 183 von 250 Häuser ab.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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