Erste Äußerung vor Gericht: Angeklagte im Fall Fabian: "Hätte ihm nie etwas antun können"
Im Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian bricht die Angeklagte ihr Schweigen. Die 30-Jährige liest über mehrere Stunden insgesamt 95 Seiten vor. Sie beteuert unter anderem, Fabian sei wie ein Ziehsohn für sie gewesen.
Die Angeklagte wirkt nervös. In der rechten Hand rollt sie unentwegt eine kleine Silberkugel, in der linken Hand hat sie ein Papiertaschentuch, vor sich einen Stapel 95 eng bedruckter DIN-4-Seiten, die sie Seite um Seite vorliest. Es ist ihr Tag im Prozess um den getöteten achtjährigen Fabian. Die 30-Jährige soll das Kind heimtückisch ermordet haben. So sieht es die Staatsanwaltschaft. Die Angeklagte widerspricht. Die Wahrheitssuche bleibt schwierig.
"Fabian hat mir nie etwas getan, und ich hätte ihm auch nie etwas antun können. Hätte ich ihn ermordet, hätte ich mit Sicherheit das Gefühl gehabt, mein eigenes Kind zu töten", sagt die Frau, als sie die letzte Seite ihrer Erklärung liest. Die Staatsanwaltschaft hält sie für die Mörderin des Jungen, der am 10. Oktober 2025 getötet und erst vier Tage später in Klein Upahl gefunden wurde. Ihrer Darstellung nach traf sie den achtjährigen Jungen am 10. Oktober nicht. Stattdessen stieß sie eigener Aussage zufolge erstmals drei Tage später an einem Tümpel bei Klein Upahl (Landkreis Rostock) auf dessen Leichnam.
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