Muse Spark Open: Für dieses KI-Modell brauchst du einen Mac, den es noch gar nicht gibt
Metas neues Modell Muse Spark Open läuft offline auf dem Mac – allerdings nicht auf jedem beliebigen Apple-Computer. Man braucht vorzugsweise eine Konfiguration des Mac Studio, die es noch gar nicht gibt.
Im KI-Rennen hat Meta zuletzt aufgeholt. Dem Unternehmen von Mark Zuckerberg ist mit Muse offenbar ein echter Hit gelungen, steht die App für den KI-Agenten doch seit Wochen auf Platz 1 der Download-Charts im US-App-Store. Muse kann Mails abarbeiten oder den Kalender organisieren, braucht dafür aber weitreichende Rechte und Internetzugriff. Wer Meta diese Daten nicht gewähren will, kann stattdessen auch Open-Weight-Modelle des Unternehmens herunterladen.
Das neueste, Muse Spark Open, soll „führende agentische Funktionen“ auf den Desktop bringen, wie Meta mitteilt . Dieser Desktop dürfte sich für die meisten Nutzer:innen allerdings als wenig erschwinglich herausstellen. Denn Meta meint damit nicht einen, sondern zwei Apple Mac Studio mit M5-Ultra-Prozessoren.
„Dank Apples gemeinsamem Speicher kann die integrierte GPU des M5 Ultra bis zu 512 Gigabyte pro Mac Studio nutzen“, schreibt das Unternehmen. Zwei Computer zusammen könnten so das vollständige Modell im Speicher halten. Die hohe Speicherbandbreite (1,2 Terabyte pro Sekunde) sei außerdem schnell genug, um „den kleinen Ausschnitt zu lesen, den jedes Token benötigt“. Zwei Mac Studios mit je 512 Gigabyte Arbeitsspeicher würden sich dann so verhalten, wie ein „Supercomputer“ mit einem Terabyte Speicher. Um das möglich zu machen, haben Apple und Meta zusammengearbeitet, wie CEO Mark Zuckerberg auf X schreibt.
Das Problem dabei: Die Konfiguration lässt sich noch gar nicht kaufen. Eine Option mit 512 Gigabyte Arbeitsspeicher will Apple erst Ende Oktober anbietet. Derzeit kann man den Mac Studio mit M5 Ultra „nur“ mit bis zu 256 Gigabyte Arbeitsspeicher ausstatten. Wie Engadget berichtet, könne man auch vier dieser Maschinen zu einem System verbinden – wenn man das Budget hat. Allein in der Grundausstattung mit „nur“ 96 Gigabyte Arbeits- und ein Terabyte SSD-Speicher kostet Apples leistungsfähiger Computer 6.599 Euro. Mit vierfachem RAM und einer SSD mit der doppelten Kapazität zahlt man 12.979 Euro.
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