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Wegen Kriegsende - Immer mehr Syrer müssen Deutschland verlassen

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Wegen Kriegsende - Immer mehr Syrer müssen Deutschland verlassen

Berlin – Immer mehr Syrer verlieren ihren Schutzstatus, viele sollen Deutschland verlassen. Der Grund ist die veränderte Sicherheitslage in Syrien. Seit dem Sturz von Diktator Baschar al-Assad (60) ist das Land deutlich sicherer geworden. Gleichzeitig nimmt die Zahl der freiwilligen Ausreisen stark zu.

Die Zahl der Syrer, denen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) den Schutzstatus entzieht, steigt drastisch. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, endeten im ersten Halbjahr 2026 bereits 23 Prozent der 8320 Überprüfungen mit einem Widerruf oder einer Rücknahme des Schutzstatus.

Zum Vergleich: Laut der Nachrichtenagentur dpa verloren 2025 nach einer solchen Prüfung nur knapp vier Prozent der syrischen Flüchtlinge ihren Schutzstatus. Möglich wurden die verschärften Prüfungen nach dem Sturz des syrischen Machthabers Baschar al-Assad Ende 2024. Seitdem hat sich die Lage in Teilen des Landes deutlich gebessert. Das Bamf weitete deshalb seine Prüfungen schrittweise aus.

Anfangs wurden vor allem Straftäter, Gefährder und Personen überprüft, die nach Syrien gereist waren. Seit Juni geraten nun deutlich mehr Syrer in den Fokus. Betroffen sind unter anderem Menschen, die ihren Lebensunterhalt in Syrien wieder selbst sichern können. Auch wer dort auf Familie oder soziale Netzwerke zurückgreifen kann, gerät ins Visier.

Laut Nachrichtenagentur AFP unterstützten die Bundesbehörden 2025 rund 17.000 Menschen bei der Rückkehr in ihre Herkunftsländer oder Drittstaaten – über ein Rückkehrprogramm für Asylbewerber und ihre Angehörigen. 2024 waren es noch gut 10.000 Menschen. Die meisten freiwilligen Ausreisen gab es mit 2843 Personen nach Syrien.

Im Dezember 2024 wurde Syriens Diktator Baschar al-Assad von islamistischen Milizen gestürzt. Damit endete der 13 Jahre dauernde Bürgerkrieg, der Millionen Menschen zur Flucht gezwungen hatte. Die neue Führung unter Interimspräsident Ahmed al-Scharaa (43) verspricht mehr Sicherheit. Dennoch kommt es immer wieder zu Gewalttaten gegen Minderheiten.

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