CO2-Bilanz: Sachsen kassiert Rote Karte für klimaschädliche Dienstwagen
Beim Dienstwagen-Check landet Sachsens Regierung im hinteren Mittelfeld.
Ausgerechnet der Wagen des Umweltministers zählt zu denen mit dem höchsten CO2-Ausstoß.
Sachsens Landesregierung ist einer Auswertung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zufolge überwiegend mit klimaschädlichen Dienstwagen unterwegs.
Mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 169 Gramm pro Kilometer erhält der Freistaat eine Rote Karte und landet im Vergleich der Bundesländer auf Platz zehn.
Nur einer der zwölf aufgeführten sächsischen Dienstwagen fährt ausschließlich elektrisch.
Das Fahrzeug von Justizministerin Constanze Geiert (CDU) wird mit einem realen CO2-Ausstoß von 59 Gramm je Kilometer bewertet - und erhält als einziges eine Grüne Karte.
Fünf Politikerinnen und Politiker nutzen Diesel, sechs Plug-in-Hybride.
Drei Dienstwagen an Negativ-Spitze Auf die höchsten Kohlendioxid-Werte kommen die Dienstwagen von Kultusminister Conrad Clemens, Finanzminister Christian Piwarz und Kulturministerin Barbara Klepsch (alle CDU ) - mit jeweils 197 Gramm CO2 pro Kilometer.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fährt laut der Auswertung einen Diesel-Dienstwagen mit einem Ausstoß von 167 Gramm pro Kilometer.
Der Plug-in-Hybrid von Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) kommt auf 182 Gramm und erhält ebenfalls Rot.
Nach Angaben der DUH ist der Minister seit dem vergangenen Dienstwagen-Check von einem Elektroauto auf einen Plug-in-Hybrid umgestiegen.
Diese Autos haben einen Benzin- oder Dieselmotor und einen Elektromotor.
Die DUH vergibt bis 93,6 Gramm CO2 je Kilometer Grün, bis 112,3 Gramm Gelb und darüber Rot.
Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor erhalten unabhängig vom errechneten Wert eine Rote Karte.
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