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Deutschland

KI-Offensive gegen China und USA - Lidl-Konzern baut Milliarden-Rechenzentrum

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KI-Offensive gegen China und USA - Lidl-Konzern baut Milliarden-Rechenzentrum

Berlin – Deutschland drückt beim Wettlauf um Künstliche Intelligenz aufs Tempo – und setzt dabei auf neue Rechen-Infrastruktur. Die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland und Co.) verkündet heute die Planung eines neuen Rechenzentrums in Dummerstorf bei Rostock (Investitionsvolumen: bis zu 12 Milliarden Euro). Auch in Brandenburg entsteht ein riesiger Standort (11 Milliarden Euro). Damit steckt die Digital-Sparte von Schwarz ein Mega-Investment in den Versuch, Daten und KI-Infrastruktur in Deutschland zu halten.

Denn Politik und Wirtschaft warnen vor Deutschlands KI-Abhängigkeit – die USA und China sind uns in der Zukunftstechnologie in vielen Bereichen enteilt: Dort schießen seit Jahren Rechenzentren aus dem Boden, Energie ist konkurrenzlos billig – beste Bedingungen für die stromfressenden KI-Server.

Die Bundesregierung will gegensteuern und die Rechenkapazitäten für KI bei uns mindestens vervierfachen. Digitalminister Karsten Wildberger (56, CDU) sagte BILD, Europa habe es immer noch selbst in der Hand: „Wir müssen selbst entwickeln und haben alles, was es dafür braucht.“ Rechenpower sei die entscheidende Währung im KI-Zeitalter: „Wir beschleunigen den Ausbau, vereinfachen Planungs- und Genehmigungsverfahren und erleichtern Investitionen.“

Auch die Schwarz-Gruppe sieht den Ausbau eigener Infrastruktur als Voraussetzung dafür, dass Deutschland bei der KI nicht dauerhaft abhängig bleibt. Schwarz-Digits-CEO Christian Müller mahnt in BILD: „Deutschland kann bei Zukunftstechnologien nur dann dauerhaft eine führende Rolle spielen, wenn wir selbst Technologie und Infrastruktur beherrschen.“ Und der Bau von Rechenzentren sichere „unsere Fähigkeit, selbst in Krisen handlungsfähig zu bleiben“. Die Botschaft: Ohne eigene Rechenpower keine eigene KI.

Denn im Zentrum steht der Wettstreit um Daten. Jede Info aus KI-Assistenten und Suchmaschinen und jeder Mausklick werden als Daten erfasst – dazu auch alle Informationen aus der Industrie-Produktion mit ihren Formeln und Patenten. Entsprechend gelten Daten als das „Wissen der Welt“. Die große Frage ist, wer welche Daten bekommt. Bisher liegen sie oft in digitalen „Clouds“ oder werden in Rechenzentren fern unseres Rechtssystems verarbeitet. Wildberger warnt: „Das macht uns abhängig und verwundbar, und das kann so nicht bleiben.“ Deutschland werde „zum Spielball globaler Interessen.“

Um das zu verhindern, will die Ameria AG aus Heidelberg eine lokale KI bauen – praktisch ein Rechenzentrum auf dem eigenen Computer. Ameria stellt KI-Anwendungen her, mit denen man Computer per Fingerzeig und Sprache bedienen kann. Ameria-CEO Albrecht Metter zu BILD: „Wir haben die Kontrolle über unsere Daten und damit unsere Zukunft aus den Händen gegeben.“ So sei Deutschland den großen Tech-Firmen ausgeliefert. Eigenverantwortung sei jetzt essentiell. Heißt: Eigene KI, die nicht in den USA läuft, sondern „unter unserer rechtlichen und sogar persönlichen Kontrolle“.

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