Nach Stauffenberg-Eklat: Kabarettist Steimle gibt Unterlassungserklärung ab
Bei einer AfD-Veranstaltung sagt Kabarettist Steimle: "Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal, wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht." Der Spruch erzürnt einen Nachfahren des Hitler-Attentäters. Steimle gibt nun klein bei.
Der Kabarettist Uwe Steimle hat nach einer umstrittenen Äußerung bei einer AfD-Veranstaltung in Dessau-Roßlau eine Unterlassungserklärung gegenüber dem Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg abgegeben. Sein Rechtsanwalt Peter-Michael Diestel sagte, Steimle habe sie unterschrieben, "aber nicht, weil sie richtig ist, sondern weil er gespürt hat, dass er in seinem Beruf als politischer Kabarettist etwas berührt hat, was rechtlich zulässig ist, was aber andere verletzt hat". Verletzungen Dritter habe Steimle nicht gewollt.
Steimle hatte bei der Veranstaltung in Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt gesagt: "Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal, wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht." Der Enkel des Hitler-Attentäters von Stauffenberg hatte die Erwähnung seines Großvaters durch Steimle auf der Veranstaltung Mitte Juli scharf kritisiert. "Ich bin sprachlos. Das ist Geschichtsklitterung par excellence", sagte Karl Graf von Stauffenberg damals der "Bild"-Zeitung.
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