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Energiekrise: Trump kündigt Deal zu Diesellieferungen aus Russland an

Stern ·
Energiekrise: Trump kündigt Deal zu Diesellieferungen aus Russland an

Innenpolitisch hadert der US-Präsident seit langem mit gestiegenen Spritpreisen - insbesondere vor den Kongresswahlen ist der Druck auf ihn hoch.

Nun verkündet Trump eine Vereinbarung mit Putin.

US-Präsident Donald Trump hat nach einem Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin eine Vereinbarung zu Lieferungen von Hunderttausenden Tonnen an Diesel aus Russland verkündet.

Die USA heben dafür vorübergehend Sanktionen gegen russischen Diesel auf.

Der Kreml bestätigte den Deal, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte ihn mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen sein Land scharf.

Trump steht in den USA angesichts gestiegener Spritpreise vor den wichtigen Zwischenwahlen in weniger als einem Monat aktuell stark unter Druck.

Seine Ankündigung sorgt auch deshalb für Aufruhr, weil er erst im September ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz unterzeichnet hatte, das ihm weitreichende Befugnisse für neue Sanktionen gegen Russland in die Hand gibt.

Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen zielte das Gesetz darauf ab, die russischen Öl- und Gas-Exporte stärker einzudämmen, mit denen Russland seinen Krieg gegen die Ukraine finanziert.

Der nun von Trump verkündete Schritt geht in die gegenteilige Richtung.

Der US-Präsident teilte nach dem Telefonat mit Putin auf seiner Plattform Truth Social mit, er habe mit dem russischen Präsidenten vereinbart, dass „umgehend“ mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung gestellt würden.

Im Laufe des Novembers soll laut Trump eine weitere halbe Million Tonnen Diesel freigegeben werden sowie eine Million Tonnen „sofort danach“. „Abhängig vom Zustand seiner Dieselraffinerien“ wolle Russland zudem innerhalb kurzer Zeit drei Millionen Tonnen Diesel liefern.

Trump spezifizierte zunächst nicht die Zeiträume dafür.

Später bezeichnete er die Vereinbarung vor Journalisten am Weißen Haus als „große Sache“ und sagte: „Ich möchte Präsident Putin danken“.

Das US-Finanzministerium stellte wegen der bestehenden Sanktionen gegen Russland für die mit Putin getroffene Vereinbarung eine temporäre Erlaubnis aus.

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