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Er hört nach 37 Jahren auf - Gemeinde weint um ihren verliebten Pfarrer

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Er hört nach 37 Jahren auf - Gemeinde weint um ihren verliebten Pfarrer

Oberursel – Eine Gemeinde in Trauer und Schock! Völlig unerwartet für die Katholiken in Oberursel im hessischen Taunus schmeißt Pfarrer Andreas Unfried nach 37 Jahren hin – wegen der Liebe. Seit vielen Jahren lebt er bereits heimlich mit einer Frau zusammen. Die meisten Gläubigen erfuhren im ersten Gottesdienst nach dem Paukenschlag von der Hiobsbotschaft. Das sorgte für Tränen – aber auch Ärger.

Um 11 Uhr läuten die vier Glocken im 31 Meter hohen mittelalterlichen Turm der St.-Ursula-Kirche in Oberursel. Die Kirche überragt die ganze Stadt, sie hat Kriege, Brandschatzungen, Feuer überlebt. Doch noch nie hat ein Priester die Pfarrei verlassen , weil er lieber mit einer Frau zusammenleben will.

Mit sich immer wieder räuspernder Stimme trägt Wortgottesdienstleiter Norbert Radgen der völlig geschockten Gemeinde vor, dass Pfarrer Unfried vom Bischof von seinen Aufgaben entbunden wurde, weil er sich entschieden hat, jetzt offiziell mit seiner Freundin zusammenzuleben. „Die Gottesdienste unter der Woche fallen erstmal aus.“ Dann verlässt er den Kirchenraum, damit „sie alle erstmal die Nachricht verdauen können und mit den Nachbarn reden können.“

Mit den Tränen kämpft Iris Vitzthum von Eckstädt (51). Mit immer wieder gebrochener Stimme sagt sie: „Das ist sehr ungewöhnlich, das kommt völlig überraschend. Pfarrer Unfried war ein Traumpfarrer. Meine Kinder verstehen das überhaupt nicht.“

Kirchgänger Michael Gelsheimer (68) ist wütend: „Es kommt mir vor, als würde sich die Kirche auflösen. Die Kirche hat ein Leitbild. Welchen Eindruck das hinterlässt, wenn er sowas macht. Ich hatte schon länger das Gefühl, dass er nicht mehr hinter seinem Amt steht. Wenn er so abrupt geht, hinterlässt er alles ungeregelt.“

Vorausgegangen war nach BILD-Infos ein heißer Samstag. In der Zukunftswerkstatt in Oberursel, einer kirchlichen Zusammenkunft über die Zukunft der Kirche mit 80 Vertretern von Kirche und Gemeinde, hat der Liebes-Pfarrer die Bombe platzen lassen. Vor Limburgs Bischof Georg Bätzing (65), der auch da war. Dort las Unfried seine Erklärung vor, dass er „heimlich die Beziehung zu meiner großen Liebe“ lebt. Dass es nun genug ist mit seinem Priesterdasein, weil „nun ruft mich die Liebe zu der Frau, mit der ich schon lange das Leben teile.“

Laut BILD-Infos war Bätzing völlig überrascht von der öffentlichen Beichte. Er selbst erfuhr von Unfried nur kurze Zeit vorher, dass er die Kirche für eine Frau aufgibt. Aus dem Bistum heißt es gegenüber BILD, dass man seinen Schritt respektiere und ihm für die jahrzehntelange Arbeit danke.

Der Fall zeigt, wie sehr die katholische Kirche mit dem Zölibat zu kämpfen hat. Da Jesus Christus nach den Evangelien selbst unverheiratet gelebt hatte, müssen alle Pfarrer ledig und enthaltsam bleiben. Seit dem Jahr 1139 ist der Zölibat verpflichtend.

Damit die Gemeinde – die auch für Nachbarstädte wie Steinbach zuständig ist – seelsorgerisch betreut ist, wird Pfarrer Paul Lawatsch (74) aus dem Ruhestand geholt.

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