Diebstähle von Kryptogeld: Nachrichtendienste warnen vor Cyberangriffen aus Nordkorea
Vor einer nordkoreanischen Cybergruppierung sollten sich besonders IT-Fachleute auf Arbeitssuche in Acht nehmen. Das berichten mehrere internationale Sicherheitsbehörden, darunter deutsche Nachrichtendienste. Es ist nicht die einzige Kampagne aus Nordkorea, vor der gewarnt wird.
Deutsche Nachrichtendienste warnen arbeitssuchende IT-Fachleute vor einer Cybergruppierung, die Kryptodevisen zur Umgehung von Sanktionen gegen Nordkorea und zur Finanzierung seines Rüstungsprogramms stiehlt. Ziel der Gruppe "Waterplum" sei es, Finanzmittel für die "Gehälter für das Kim-Regime und sein Militär" zu beschaffen, heißt es in der Mitteilung. Spionage und Diebstahl geistigen Eigentums könnten im Einzelfall jedoch ebenfalls eine Rolle spielen.
In dem Hinweis, den das Bundesamt für Verfassungsschutz und der Bundesnachrichtendienst (BND) gemeinsam mit Sicherheitsbehörden in Japan, den USA und Australien veröffentlicht haben, heißt es, die nordkoreanischen Cyberkriminellen setzten bei ihrer Kampagne auf sogenanntes Social Engineering. Dabei geht es darum, Menschen gezielt zu manipulieren, damit sie vertrauliche Informationen preisgeben oder etwas tun, das dem Angreifer nützt. In der IT-Sicherheitsszene wird die Kampagne, hinter der wohl in staatlichem Auftrag handelnde Akteure stecken, "Contagious Interview" genannt.
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