Hitze auf den Feldern: Nabu kritisiert Bauern: Zu wenig Einsatz für Klimaschutz
Die Bauern kämpfen gegen die Dieselsteuer, Naturschützer vermissen den lauten Ruf nach Klimaschutz.
Welche Maßnahmen könnten Ernteausfälle begrenzen? Nach der schlechten Erntebilanz der Bauern und dem Ruf nach einer niedrigeren Dieselsteuer verschärft der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) den Ton.
Die Naturschützer werfen dem baden-württembergischen Landesbauernverband vor, zwar lautstark Hilfen zu verlangen, aber zu wenig Klimaschutz einzufordern. „Betroffene tierhaltende Betriebe angesichts der Dürre vor dem finanziellen Ruin zu bewahren, ist richtig“, sagte der Nabu-Landesvorsitzende Johannes Enssle. „Doch dabei darf es nicht bleiben.“ Es sei nicht nachvollziehbar, warum der Verband über schlechte Ernten klage, ohne die Bundes- und Landesregierung ganz konkret zu mehr Klimaschutz aufzufordern. „Die Betriebe zahlen die Zeche für das mangelnde Engagement der Bundesregierung beim Klimaschutz und bei der Klimaanpassung.“ Bauern wollen weniger Dieselsteuer zahlen Trockenheit und eine lange Hitzewelle haben in Baden-Württemberg vielerorts Wiesen, Weiden und Ackerfrüchte geschädigt.
Der Bauernverband verlangt angesichts der schlechten Erntebilanz unter anderem eine niedrigere Dieselsteuer.
Die Bauern hätten mit ihren Dieselprotesten gezeigt, dass sie lautstark und eindrucksvoll für ihre Interessen demonstrieren könnten, sagte Enssle. „Ich frage mich, wo ihr Protest bleibt, wenn es um den Klimaschutz geht?“.
Statt weiterer klimaschädlicher Subventionen für Diesel und Düngemittel müsse die Agrarförderung stärker auf die Anpassung an die Klimakrise ausgerichtet werden.
Mehr Vielfalt auf den Äckern, strukturreiche Landschaften, humusreiche Böden und ein besserer Wasserrückhalt könnten dazu beitragen, Ernteausfälle durch Dürre zu begrenzen.
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