Wohnpolitik nur ein Streitpunkt: Berliner Linke holt historischen Sieg - und steht doch vor schwierigen Wochen
Linke-Spitzenkandidatin Eralp spricht von einem Regierungsauftrag der Berliner an ihre Partei. Tatsächlich liegt die Linke klar vor der CDU, ein progressives Dreierbündnis mit Grünen und SPD ist möglich. Doch es gibt mehrere Themen, die dabei zum Stolperstein werden könnten.
Mit deutlichem Vorsprung hat die Linke die Abgeordnetenhauswahl in Berlin gewonnen. Laut Hochrechnungen von ARD und ZDF am Wahlabend kam die Partei auf Werte über 25 Prozent und lag damit deutlich vor der CDU, die mit rund 20 Prozent auf Platz zwei landete. Ob die Linke damit ins Rote Rathaus ziehen kann und mit Elif Eralp die erste Linken-Politikerin das Amt der Regierenden Bürgermeisterin übernimmt, ist angesichts einiger Streitthemen zwischen den potenziellen Koalitionären allerdings noch nicht ausgemacht.
In den Umfragen lieferten sich Linke und CDU noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen - am Wahlabend war das Ergebnis allerdings mehr als eindeutig. Eralp verschrieb sich im Wahlkampf vor allem dem Thema Mieten und Bezahlbarkeit und erreichte damit offenbar mehr Wähler als CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers. Er sollte nach dem Rückzug des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner als Spitzenkandidat dafür sorgen, dass das Rote Rathaus in den Händen der Christdemokraten bleibt und fuhr eine "Weiter-So-Kampagne". Dies zündete offenbar nicht wie erhofft, hinzu kam vermutlich das schlechte Image der Bundes-CDU.
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