Handball: Neustart nach schwieriger Saison: THW Kiel setzt auf Köster
Julian Köster übernimmt direkt Verantwortung beim THW Kiel.
Wie der neue Co-Kapitän das Team nach der schlechtesten Saison seit Jahrzehnten wieder auf Kurs bringen will.
Für Bundestrainer Alfred Gislason steht fest: Julian Köster ist in den nächsten Jahren einer der Fixpunkte des deutschen Handballs. „Johannes Golla, Julian Köster und Andreas Wolff.
Das ist unsere Achse“, nannte der Isländer den 26-Jährigen als einen seiner wichtigsten Spieler.
Der 2,03-Meter-Mann soll aber nicht nur das deutsche Nationalteam auf dem Weg zur Heim-Weltmeisterschaft Anfang 2027 tragen, sondern auch eine neue Ära beim deutschen Rekordmeister THW Kiel einleiten.
Welch große Rolle für Köster nach seinem Wechsel innerhalb der Bundesliga vom VfL Gummersbach nach Kiel bei den „Zebras“ vorgesehen ist, zeigt eine der ersten Entscheidungen des neuen Trainers Börge Lund.
Der Norweger, der die Nachfolge von Filip Jicha angetreten hat, berief den Neuen gleich in das Kapitäns-Trio.
Künftig führt er gemeinsam mit den Ur-Kielern Rune Dahmke und Domagoj Duvnjak das Team. „Ich habe mich geehrt gefühlt und musste nicht lange überlegen“, sagte der 26-Jährige.
Das Ziel von Kiel und Köster: Ein internationaler Wettbewerb In Kiel wartet eine große Aufgabe auf Köster.
Platz sechs in der Vorsaison war die schlechteste Platzierung seit 23 Jahren.
Erstmals seit 33 Jahren ist der THW nicht in einem Europapokal vertreten.
Der Ex-Gummersbacher soll nun helfen, das Ziel zu erreichen, das Geschäftsführer Viktor Szilagyi ausgegeben hat: „Wir wollen wieder in einen internationalen Wettbewerb.“ Im Team ist Julian Köster gut angekommen. „Dass ich ein paar Jungs aus der Nationalmannschaft kenne, hilft schnell reinzukommen“, sagt er.
Es ist ein Gefühl, das auf Gegenseitigkeit beruht. „Ich habe das Gefühl, er ist schon seit zwei Jahren da“, sagt Dahmke.
Der Linksaußen weiß um die Qualitäten des Rückraumakteurs: „Er wird uns hinten und vorne helfen.“ Köster will Anführer sein Köster gilt als exzellenter Abwehrspieler, was er in der Nationalmannschaft nicht nur beim Gewinn der Silbermedaillen bei den Olympischen Spielen von Paris und der EM im Januar eindrucksvoll bewiesen hat.
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