Vier Jahre Sperre - Ex-Wimbledon-Siegerin zieht vor Gericht
Sie kämpft um ihre Karriere! Tennis-Star Marketa Vondrousova (27) wurde wegen eines verweigerten Dopingtests für vier Jahre bis 21. Juni 2030 gesperrt. Dagegen zieht die Tschechin nun vor Gericht. Die Wimbledon-Siegerin von 2023 legt gegen die Entscheidung Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof (Cas) ein. Das Gremium in Lausanne bestätigte den Eingang des Schreibens der früheren Nummer 6 der Welt, die bei de US Open , die am Sonntag beginnen, fehlt.
Vondrousova hat am 3. Dezember 2025 eine Probe verweigert. Die Kontrolleurin war bei ihr zu Hause und traf die Berlin-Siegerin von 2025 auch an. Doch die ließ die Frau abblitzen. Vondrousovas Begründung: Stress, psychische Probleme und Sicherheitsbedenken. „Ich habe so reagiert, weil ich nach Monaten körperlicher und seelischer Belastung an meine Grenzen gestoßen bin“, sagte sie. „Jemand klingelte spätabends an meiner Tür, ohne sich ordnungsgemäß auszuweisen oder die üblichen Regeln zu beachten. Ich reagierte aus Angst.“
Die Linkshänderin erwähnte in dem Zusammenhang den Messer-Überfall auf ihre Landsfrau und zweimalige Wimbledon-Siegerin Petra Kvitova (36) 2016 in deren Wohnung. „In diesem Moment ging es mir darum, mich sicher zu fühlen, nicht darum, irgendetwas zu vermeiden. Experten bestätigten, dass ich an einer akuten Belastungsreaktion und einer generalisierten Angststörung litt“, so Vondrousova.
Karen Moorhouse (55), Chefin der International Tennis Integrity Agency (ITIA): „Unsere Tester sind gut ausgebildet und professionell, und das Geschlecht unseres Testbeobachters stimmt immer mit dem des Spielers überein. Sie tragen stets einen Ausweis bei sich, und die Spieler haben die Möglichkeit, ihre Identität auf andere Weise zu überprüfen, falls sie sich einmal unsicher sind.“
Die von Vondrousova angeführten Angstgefühle lässt die ITIA nicht als Argument gelten. Die Zeichen sprechen klar gegen die Spielerin. Es wäre ein Leichtes, sich mit dieser Begründung bei Dopingtests rauszureden. Das will man im Antidoping-Kampf vermeiden.
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