Die verschwundene Quadriga: Wie Ost und West zusammen das Brandenburger Tor retteten
Zerschossen, geplündert, politisch vereinnahmt: Das Brandenburger Tor überstand Krieg und Kalten Krieg - die DDR machte den Wiederaufbau zum Prestigeprojekt. Doch ausgerechnet bei der Quadriga war sie auf Hilfe aus West-Berlin angewiesen.
Menschen aus aller Welt posieren für Selfies, Familien machen Erinnerungsfotos, Reisegruppen drängen sich unter den mächtigen Säulen hindurch. Kaum ein Besucher verlässt Berlin, ohne das Brandenburger Tor gesehen zu haben. Es ist ein Symbol, das viele Menschen mit Deutschland verbinden.
Doch nach dem Zweiten Weltkrieg bot sich ein völlig anderes Bild. Das Brandenburger Tor war schwer gezeichnet. "Es war schon extrem. In der Attika des Haupttores klaffte ein großes Loch. Auch die tragenden Säulen waren schwer beschädigt. Und von den flankierenden Torhäuschen ragten nur noch Säulen aus dem Boden, wie bei einer griechischen Sehenswürdigkeit", sagt die Historikerin Zitha Elevi, die über die Geschichte des "Berliner Urgesteins" geforscht, darüber ein Buch geschrieben hat und mit der Langhans-Gesellschaft unter anderem Führungen anbietet.
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