Jetzt geht's gegen Ex-Klub Dynamo - Zweitliga-Star wird zum Schlagersänger
So ein Typ tut jeder Mannschaft gut! Konrad Faber (28) vom VfL Osnabrück trifft kurz nach seinem Wechsel von Dynamo am Samstag (13 Uhr) wieder auf Ex-Klub Dresden. Eingelebt hat er sich blendend, weil der Rechtsverteidiger gleich eine ordentliche Show geliefert hat.
Zum Einstand zelebrierte er nämlich einen Schlager-Hit! Faber verrät BILD: „Gemeinsam mit unserem Zeugwart Mario Richter habe ich, denke ich, einen ganz ordentlichen Vortrag von Udo Jürgens „Griechischer Wein“ hingelegt. Also die Performance kam wohl gut an, ich habe sehr positives Feedback bekommen.“
Der Rechtsverteidiger ist einer der Kicker, die sich für keinen Spaß zu schade sind. Nach dem geschafften Klassenerhalt als Leih-Profi des FC St. Gallen verteilte er bei Dynamo erst mal Gummibärchen in den Katakomben. Beim VfL führte er jetzt gleich ein Kartenspiel aus Dresdens Team ein.
„Ich habe ihnen das sogenannte ,Shithead’ beigebracht, wir nennen es nur ‚Garage’. Das wurde ebenfalls sehr gut aufgenommen und wird jetzt auf Fahrten oder im Hotel gezockt“, erzählt Faber. „Das Kabinenleben ist mir total wichtig, ich liebe das.“
Gesprächsthema ist in Osnabrück auch immer wieder sein schwarz-gelber Ex-Verein. Denn mit Stürmer Robin Meißner (26) und Innenverteidiger Jannik Müller (32) gibt es noch zwei weitere ehemalige Dresdner. Faber: „Dynamo war eins der ersten Themen in der Kabine. Meise kannte ich noch von dort, aber ‚Mü’ habe ich auch gleich mal danach gefragt. Dynamo ist doch immer für die eine oder andere Geschichte gut.“
Im Moment herrscht wieder Nervosität in Dresden. Nur vier Punkte aus sechs Spielen – die Partie beim Aufsteiger könnte darüber entscheiden, ob die Stimmung kippt. „Ich bin schon ein bisschen verwundert, dass Dynamo nach der starken Rückrunde bisher nicht so aus den Startlöchern kam. So viel geändert wurde an Mannschaft und Spielstil ja nicht. Aber Fußball kommt häufig in Phasen“, meint Faber.
Nach der Länderspielpause will die SGD daher die Wende gleich in Osnabrück schaffen, um wieder in einen Lauf zu kommen. Keineswegs einfach, wenn man dem gebürtigen Breisgauer zuhört. „Wir wollen unseren Vollgas-Fußball auf den Platz bringen. Dafür stehen wir, das ist unsere DNA. Also viel laufen, kämpfen und beißen“, kündigt Faber an.
Zwar kommt er zuletzt wie in der Dresdner Rückserie oft von der Bank, aber der 1,79-Meter-Mann ist vielleicht schon vor dem Spiel der wichtigste Joker. „Natürlich kann es ein Vorteil sein, dass ich alle Abläufe kenne. Da wird es schon den einen oder anderen Tipp an den Trainer geben“, erklärt Faber, der aufgrund seiner Regensburger Zeit eine alte Verbindung zu VfL-Sportdirektor Joe Enochs (55) hatte und so in Osnabrück landete.
Den Niedersachsen will er nicht nur mit Humor helfen. „Ich bringe viel Erfahrung mit. Da hat mir das Jahr in Dresden auch sehr gutgetan. Ich kann den einen oder anderen auch an die Hand nehmen, weil ich kennengelernt habe, dass du als Aufsteiger vor allem ruhig bleiben musst“, sagt Faber.
Er geht zum Lachen nicht in den Keller, aber auch sportlich will er dort nicht hin - genauso wie die SGD . Darum wird das Wiedersehen ziemlich heiß.
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