CEO John Ternus erklärt - Darum hält Apple weiterhin an Vision Pro fest
2025 blieb Vision Pro trotz eines überarbeiteten Modells hinter den Erwartungen zurück. Nach schwachen Verkaufszahlen stoppte Apple 2026 vorerst die Entwicklung neuer Vision-Pro-Geräte. Der neue Konzernchef John Ternus sieht in dem Headset trotzdem den Beginn einer langfristigen Entwicklung.
Im Gespräch mit dem französischen Sender Canal+ verteidigt Ternus Vision Pro. Moderator Mouloud Achour wollte wissen, ob das Gerät ein „Test, ein Flop oder der erste Schritt in die Zukunft“ sei.
Ternus antwortete: „Ich betrachte sie ein wenig wie die Anfänge des Computers. Wir stehen am Anfang eines langen Weges.“ Auch beim Computer hätten Nutzer erst nach und nach erkannt, welche neuen Möglichkeiten er bietet. Als Beispiel nennt Ternus das Desktop-Publishing. Der Mac habe damit Arbeitsweisen ermöglicht, die später eine ganze Branche prägten.
Wie sein Vorgänger Tim Cook bezeichnet Ternus Vision Pro vor allem als Produkt für „Early Adopter“. Gemeint sind Nutzer, die neue Technik bereits früh ausprobieren und mögliche Einsatzbereiche erschließen.
Ternus verweist auf erste Anwendungen im Beruf. „Auch Chirurgen beginnen, sie bei Operationen einzusetzen, weil sie für sie schlicht ein grundlegend besseres Werkzeug ist als ein Monitor, der irgendwo danebensteht.“
Auch bei Filmproduktionen werde Vision Pro genutzt, etwa bei der Entwicklung von Filmsets. Ternus erklärt: „Wir werden also weiter wachsen und immer mehr überzeugende Anwendungsfälle finden. Und ich glaube, dass sie eine sehr vielversprechende Zukunft hat.“
Offen bleibt, welchen Nutzen Privatkunden von dem 3999 Euro teuren Gerät haben. Das Angebot an Spielen ist begrenzt. Räumliches Arbeiten und eindrucksvolle Filmerlebnisse sind möglich, doch Gewicht und Akkulaufzeit schränken die Nutzung ein.
Leichtere Virtual-Reality-Geräte mit ähnlichen Funktionen dürften noch mehrere Jahre entfernt sein. Apple hat die Entwicklung neuer Modelle vorerst gestoppt. Auch Marktführer Meta nahm 2026 starke Kürzungen in seiner Sparte Reality Labs vor.
Größere Neuerungen sind in nächster Zeit daher nicht zu erwarten. Vision Pro bleibt zunächst ein teures Spezialgerät, dessen wichtigste Anwendungen vor allem in einzelnen beruflichen Bereichen entstehen.
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