Lustrinelli macht Fahrrad-Vergleich - Wie schlimm wird es für Union gegen die Super-Bayern?
Wer gibt in diesem Duell dem Underdog eine Chance? Wahrscheinlich niemand. Wenn Union Berlin am Freitag (20.30 Uhr, Sky) beim übermächtigen Doublesieger Bayern München antritt, geht es 90 Minuten wohl nur um Schadensbegrenzung. Selbst in Normalform wären die Köpenicker haushoch unterlegen. Das Problem: Von Normalform ist das Team von Neu-Trainer Mauro Lustrinelli (50) derzeit ganz weit weg.
Der Start unter dem erhofften Erneuerer ging schief: zwei Pleiten, ein Unentschieden. Besserung noch nicht in Sicht. Der Schweizer macht zur Situation diesen Vergleich: „Wir brauchen eine gewisse Resilienz (Widerstandsfähigkeit/Anm. d. Red.). Wie ein Zweijähriger mit seinem Fahrrad, der fahren lernt. Der landet vielleicht auf dem Boden, tut sich weh und blutet. Das kann beim nächsten Mal wieder passieren. Aber dass man die Hoffnung nicht verliert.“
Was macht den Eisern-Fans in München Hoffnung? Sicher nicht die Statistiken. In bisher acht Auswärtsspielen in München gab es 7 Niederlagen, 1 Unentschieden. Torverhältnis: 2:18. In den letzten fünf Spielen bei Bayern erzielte Union kein Tor. Wie schlimm wird es diesmal?
Trotz des Fehlstarts sieht Lustrinelli Fortschritte: „Wir schaffen es zwar noch nicht, über 90 Minuten, aber ich glaube, in der zweiten Halbzeit gegen Schalke hat man gesehen, wenn wir Leichtigkeit und dynamische Energie auf den Platz bringen, werden wir in Zukunft mit Sicherheit viel Freude haben.“
Für das Spiel gegen Bayern macht er dennoch wenig Hoffnung: „Viele Mannschaften sind mit verschiedenen Strategien nach München gefahren. Und am Schluss hat Bayern gezeigt, egal welche Strategie ihnen entgegenkommt, wenn sie im Fluss sind, wird es für jeden schwierig.“ Immerhin sagt er: „Für mich wird das eine geile Challenge, gegen eine Mannschaft zu spielen, die die Ambition hat, die Champions League zu gewinnen. Ich will eine Union-Mannschaft sehen, die alles macht, um das Tor zu verteidigen. Und dass wir gemeinsam konsequent und effizient durchziehen. Das ist für mich das größte Ziel für diesen Freitagabend.“ Von einem möglichen Sieg scheint er selbst nicht auszugehen.
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