Streit über Gianni Infantino: Uefa zieht Boykottdrohungen gegen Fifa zurück
Die Verbände der Europäischen Fußball-Union Uefa haben ihre Boykott-Drohung wegen der inzwischen gescheiterten Investorenpläne von Fifa-Präsident Gianni Infantino offenbar zurückgezogen. Das berichten der britische Sender Sky News und »The Times«.
Demnach werde die in wenigen Tagen beginnende WM der U20-Juniorinnen in Polen mit den Teams aus Europa stattfinden. Über einen Protest gegen den umstrittenen Führungsstil Infantinos werde aber weiter diskutiert.
Die Weltmeisterschaft der Nachwuchs-Fußballerinnen findet vom 5. bis 27. September statt. Deutschland ist bei der Endrunde mit 24 Teams, darunter sechs aus Europa, nicht dabei. Für das danach nächste Fifa-Turnier, die Frauen-WM im kommenden Sommer in Brasilien, hat sich die DFB-Elf von Bundestrainer Christian Wück bereits qualifiziert.
Nach dem Bekanntwerden der inzwischen zurückgenommenen Pläne über die Einbindung von privaten Investoren für zukünftige WM-Geschäfte hatten die 55 Mitgliedsverbände der Uefa mit einem Boykott aller Wettbewerbe des Weltverbands Fifa gedroht.
Zudem wollte sich der Kontinentalverband zusichern lassen, dass es nie wieder zu Versuchen kommen dürfe, den Sport auf diese Weise zu verzerren, wie die Uefa mitgeteilt hatte. Laut den Medienberichten sei davon auszugehen, dass die Uefa nun entsprechende Garantien erhalten hat.
1 Min Zur Merkliste hinzufügen Umstrittener Fifa-Chef: Infantino wird von Jugendturnier in der Karibik ausgeladen. Er reist trotzdem an 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Wahl des Fifa-Präsidenten: Ex-DFB-Chef Niersbach sieht Montagliani als Alternative zu Infantino 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Infantino steht seit seinem Alleingang bei dem vor allem in Europa scharf kritisierten Investorenthema massiv unter Druck. Unter den europäischen Verbänden ist der Wunsch nach einer Ablösung des 56-Jährigen bei der Wahl am 18. März 2027 in Marokkos Hauptstadt Rabat groß. Am Mittwoch verkündete der italienische Verband, Gianni Infantino bei einer Wahl nicht mehr zu unterstützen.
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