Abschreckungsmaßnahme: Visum überzogen: Touristen droht in Australien Abschiebehaft
Zigtausende Menschen bleiben länger in Australien, als es ihr Visum erlaubt. Die Regierung reagiert mit einer umstrittenen Reform, die auch Rucksackreisende und Angehörige von Studierenden trifft. Die Tourismusbranche warnt vor Imageschäden.
Drastische Konsequenzen beim Überschreiten der Aufenthaltserlaubnis: Das bei Reisenden beliebte Australien hat eine deutliche Verschärfung seiner Visa-Bestimmungen im Rahmen einer größeren Einwanderungsreform angekündigt. Wer etwa die Gültigkeitsdauer seines Visums überschreite, müsse künftig im Zuge der neuen Vorschriften mit Abschiebehaft rechnen, sagte Australiens Vize-Außenminister Matt Thistlethwaite im Sender News24. Die Regierung wolle damit die Zahl derer verringern, die länger in Australien bleiben als erlaubt.
Zuletzt war diese Zahl demnach auf 77.000 Menschen gestiegen. Dabei handelt es sich um einen Stichtagswert vom 30. Juni 2025. Die abschreckende Maßnahme soll dem Vize-Außenminister zufolge dafür sorgen, "dass sich die Menschen an die Auflagen halten". Dies sei dann der Fall, wenn "sich herumgesprochen hat: 'Hey, ich habe mein Touristenvisum um ein paar Wochen überschritten, wurde aufgegriffen und habe ein paar Wochen in der Abschiebehaft verbracht - das ist kein schöner Ort, ich gehe nach Hause'". Menschen, die kein Aufenthaltsrecht in Australien hätten, würden abgeschoben, fügte er hinzu.
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