Vor US Open: Lys über Hamburg-Abschied: Professionalität nicht vorhanden
Eva Lys hat ihren Umzug von Hamburg nach Monaco auch mit den aus ihrer Sicht mangelhaften Trainingsbedingungen in der Hansestadt begründet. «Ich war eine Top-40-Spielerin, die keine Ahnung hatte, wo sie in Hamburg trainieren darf», sagte die 24-Jährige vor Beginn der US Open in New York. «Die Professionalität in der Gegend ist für das Level einfach nicht vorhanden.»
Die in Kiew geborene und in Hamburg aufgewachsene Lys war vor rund zwei Monaten nach Monaco gezogen. Dort könne sie mit zahlreichen Spitzenspielerinnen wie der Ukrainerin Marta Kostjuk und der Italienerin Jasmine Paolini trainieren. Zudem seien die Bedingungen auf die Bedürfnisse von Profis abgestimmt, berichtete sie.
In Hamburg gebe es hingegen «einfach kein gutes Tenniszentrum», bemängelte Lys. «Ich hatte immer das riesige Problem, das ich nie einfach Plätze bekommen habe. Ich hatte nie konstant ein Gym, das für Profis tauglich ist. Es gibt nur kleine Gyms mit Utensilien, die sind aber steinalt.»
Ein weiterer Faktor für den Umzug ins Fürstentum sei das bessere Wetter , das positive Auswirkungen auf ihre rheumatische Autoimmunerkrankung habe. «Mit Sonne aufzuwachen, ist für meinen Körper anders», sagte Lys. «Mein größtes Problem mit meinem Rheuma ist meine Morgensteifigkeit.»
Ihrer Heimatstadt will die Weltranglisten-98. aber nicht komplett den Rücken kehren. «Ich liebe diese Stadt, es wird für immer mein Zuhause bleibe», sagte Lys. «Aber das Wetter für mein Rheuma war immer wieder katastrophal.»
Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres trifft sie in der ersten Runde auf die tschechische Qualifikantin Gabriela Knutson.
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