Cloud-Ärger bei Microsoft - OneDrive-Kürzung frustriert Nutzer
Frust bei Millionen Microsoft-Abonnenten! Der Tech-Riese zwingt seine Office-Kunden zu einer radikalen Schrumpfkur. Beim beliebten Cloud-Speicher OneDrive wird der Rotstift angesetzt: Statt der üppigen 6 Terabyte gibt es bei den Microsoft-365-Tarifen „Family“ und „Premium“ nur noch mickrige 2 Terabyte. Zwei Drittel weniger Speicherplatz für Fotos, Videos und Dokumente. Für viele Nutzer heißt das, sie müssen ausmisten oder draufzahlen.
Bisher war der große Cloud-Speicherplatz ein Highlight von Microsoft 365 . Im Einzeltarif „Microsoft 365 Single“ etwa gibt es für 99 Euro im Jahr neben den Programmen Word, Excel und Co. auch 1 Terabyte kostenlosen Speicherplatz bei Microsoft OneDrive . Weil die Tarife „Family“ (129 Euro) und „Premium“ (219 Euro) für bis zu sechs Personen gelten, summierte sich der Gratis-Speicher dort auf bis zu 6 Terabyte. Doch ab sofort gibt es beim Abschluss neuer Abos nur noch 2 Terabyte Speicherplatz – für alle sechs Nutzer wohlgemerkt.
Für Unmut sorgt zudem, dass Microsoft die drastische Kürzung seiner Kundschaft als Vorteil verkaufen will. Statt eines Maximal-Kontingents von einem Terabyte pro Person teilen sich nämlich nun alle Abo-Nutzer den gemeinsamen „Speicherpool“ von 2 Terabyte. Das soll mehr Flexibilität bringen, dürfte aber zwangsläufig zu Familienkonflikten führen. Denn wer mehr Speicher nutzt, nimmt den anderen etwas weg.
Immerhin: Wer bereits ein Office-Abo besitzt, hat bis zum 2. Mai 2027 Zeit, sich auf die neue Regelung einzustellen. Diese Übergangsfrist gilt aber nur dann, wenn man nicht vorher den Abo-Plan wechselt. Wer zum Beispiel wegen der umfangreicheren KI-Funktionen ein Upgrade vom Familien-Abo auf Microsoft 365 Premium durchführt oder den Family-Tarif kündigt und dann neu abschließt, gilt als Neukunde und wird sofort auf die neue Speicherregelung umgestellt.
Falls Sie das neue Limit überschreiten, verlieren Sie zum Glück nicht sofort den Zugriff auf Ihre Daten. Wie Microsoft in einem Support-Dokument verrät, will der Konzern rechtzeitig warnen, wenn das Limit von 2 Terabyte erreicht wird. Betroffene müssen dann entweder Daten aus der Cloud löschen oder zusätzlichen Speicherplatz kaufen .
Das kann allerdings teuer werden, denn für jedes zusätzliche Terabyte verlangt Microsoft monatlich 8 Euro. Wer das bisherige Kontingent also beibehalten will, müsste somit jeden Monat 32 Euro draufzahlen. Zudem ist der zusätzliche Speicherplatz nur für den Besitzer des entsprechenden Microsoft-Kontos verfügbar.
Wird das Limit überschritten, können zwar keine neuen Daten hochgeladen werden, der Zugriff auf bestehende Dateien bleibt laut Microsoft aber ein Jahr lang möglich. Was der Konzern danach mit den Daten seiner Kunden macht, verriet er nicht.
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