Sicherheit und Energie: Warum MV so häufig im Fokus der großen Politik steht
In Mecklenburg-Vorpommern passiert alles 50 Jahre später – oder doch nicht? Zuletzt geriet das Bundesland auch international mehrfach in die Schlagzeilen.
Woran liegt das? Eine ganze Schar internationaler Medienteams belagert Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bei einem Wahlkampftermin in Rostock.
Ein Bloomberg-Reporter macht sich Notizen von ihrem Auftritt am Stadthafen, ein niederländisches TV-Team befragt sie zur Wahl, Fotografen von Getty und Reuters versuchen noch ein paar Schnappschüsse von Schwesig vor dem Zirkuszelt zu ergattern.
Allein die Logistik der geplanten Wahlparty nach der Abstimmung sei eine Qual wegen der vielen Anmeldungen ausländischer Medienvertreter, stöhnt eine Organisatorin aus den Reihen der SPD.
Auch für die Wahlparty der AfD gibt es offenbar Andrang.
Es liege eine Reihe von Anmeldungen internationaler Medien vor, darunter aus Südkorea und der Ukraine , heißt es aus Parteikreisen.
Doch woher rührt das große Interesse an der Landtagswahl im Ausland? Die Aufmerksamkeit in Kiew für die Wahl ist verständlich: Ein erneuter Sieg der AfD nach dem Triumph in Sachsen-Anhalt könnte das politische Gefüge auf Bundesebene erschüttern.
Parteichefin Alice Weidel hat schon einen „ganz klaren Regierungsauftrag“ für die AfD im Bund ausgemacht.
Deutschland könnte damit als Unterstützer der Ukraine bei der Verteidigung gegen den von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Krieg wegfallen.
Einflussreiche AfD-Politiker wie Co-Parteichef Tino Chrupalla gelten als kremlfreundlich.
Putin habe ihm nichts getan, sagt Chrupalla.
Im Wahlkampf kann Chrupalla mit seinem prorussischen Kurs gerade auch in Mecklenburg-Vorpommern punkten.
Als er bei einer Wahlkampfveranstaltung in Grimmen der Bundesregierung einen Kriegskurs gegen Russland vorwirft und die Wiedereröffnung von Nord Stream fordert, erntet er Applaus.
Nord Stream bringt MV international ins Gespräch Nord Stream ist das Stichwort: Mit der Ostseepipeline gerät Mecklenburg-Vorpommern erstmals ins Blickfeld der internationalen Politik.
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