Er ist Aufstiegstrainer & Schweizer Meister - Kann Breitenreiter auch 3. Liga?
Zweimal führte André Breitenreiter (52) einen Klub in die Bundesliga. Doch sein letzter großer Erfolg – der Gewinn der Schweizer Meisterschaft mit dem FC Zürich – liegt vier Jahre zurück. Ist er noch der Aufstiegs-Macher von damals?
Hansa Rostock setzt bei der Mission Aufstieg auf einen prominenten Namen. Am Montagabend stellte der Drittligist den früheren Schalke-Coach als Nachfolger von Daniel Brinkmann (40) vor.
Breitenreiter war von Beginn an der Wunschkandidat. Nach BILD-Informationen läuft sein Vertrag bis 2028. Für den Aufstiegsfall wurde eine Klausel vereinbart.
Mit dem 52-Jährigen holen die Hanseaten einen Trainer mit Bundesliga-Erfahrung und einem Meistertitel in der Schweiz. Jetzt soll er Schuster und Co. den Schub geben, der ihr zuletzt gefehlt hat.
Sportdirektor Amir Shapourzadeh sagt: „Wir sind überzeugt, dass André mit seiner Erfahrung, seiner Persönlichkeit und seiner Art der Führung sehr gut zu unserer aktuellen Aufgabe passt, und werden nun gemeinsam daran arbeiten, unsere ambitionierten sportlichen Ziele für diese Saison zu erreichen.“
2014 führte Breitenreiter den SC Paderborn sensationell in die Bundesliga. Drei Jahre später gelang ihm das auch mit Hannover 96 . Seinen größten Titel feierte er 2022, als er den FC Zürich überraschend zur Schweizer Meisterschaft führte.
Doch Breitenreiter kommt nicht auf dem Höhepunkt seiner Karriere nach Rostock.
In seiner zweiten Amtszeit in Hannover war nach 13 Spielen Schluss. Die Bilanz: drei Siege, sieben Unentschieden und drei Niederlagen. Mit durchschnittlich 1,23 Punkten pro Partie blieb der erhoffte Schub aus.
Beim englischen Zweitligisten Huddersfield Town endete sein Engagement bereits nach knapp drei Monaten. Dort holte Breitenreiter nur 0,85 Punkte pro Spiel. Mit der TSG Hoffenheim kam er in 22 Partien auf einen Schnitt von 1,14 Zählern.
Seit seinem Aus in Hannover im April 2025 hatte Breitenreiter keinen Trainerposten mehr übernommen.
Die entscheidende Frage: Bekommt Hansa den Aufstiegs-Macher oder den Coach, der zuletzt an drei Stationen vorzeitig gehen musste?
Breitenreiter lässt seine Teams intensiv spielen. Bei seinem Meisterstück in Zürich stärkte er zunächst die Abwehr, ohne den Angriff auszubremsen. Im Podcast „From Coach to Coach“ gab er preis, wie er seine Mannschaft sehen möchte. „Mit hoher Intensität auf jeden Fall. Zudem mit Variabilität und Kreativität.“
Entscheidend ist, wie schnell Breitenreiter seine Spieler erreicht. Seine Erfolge liegen in der Vergangenheit – jetzt zählen nur noch neue.
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