Tore gegen das Heimweh - SIE ärgerte die Rekord-Bayern
Leverkusen – Drei Tore in vier Spielen: Paulina Tomasiak (24) startet in Leverkusen durch! Vergangene Woche traf die Polin erstmals für Bayer. Am Montag ärgerte sie die Bayern-Frauen mit einem Doppelpack. Zwar bleiben die Münchnerinnen beim 3:2 auch im 46. Bundesligaspiel in Serie ungeschlagen und erweitern damit ihren eigenen Rekord, doch Tomasiak sorgte mit ihrem Traum-Startelfdebüt trotzdem für Bayer-Jubel. Dabei kämpft die polnische Nationalspielerin bei ihrer ersten Auslandsstation mit Heimweh.
Nach dem Spiel sagte Tomasiak offen: „Ich vermisse meine Familie, meine Mutter.“ Im Sommer kam die Angreiferin von Górnik Łęczna nach Leverkusen. Tomasiak spricht kein Wort Deutsch oder Englisch. Eine andere polnische Spielerin gibt es bei Bayer nicht. Vor ihrem Wechsel zweifelte Tomasiak: „Ich wollte diesen Schritt eigentlich nicht machen. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten damit.“
Geholfen hat ihr vor allem Bayer-Betreuerin Anna Kaleta, die selbst Polin ist und Tomasiak bei der Integration unterstützt. Die beiden haben eine enge Verbindung, Kaleta hat einen großen Anteil am Durchbruch der Stürmerin.
„Anna ist die einzige Person, die mich jeden Tag unterstützt, jeden Tag mit mir redet. Und mir jeden Tag Mut macht. Je mehr ich Zeit mit ihr verbringe, desto weniger bereue ich gar nichts mehr. Ich bin Anna dankbar für alles und freue mich, dass sie da ist“, erklärt Tomasiak.
Über Kurzeinsätze kämpfte Tomasiak sich in die Startelf gegen Bayern. Sie lieferte direkt. Über ihren Doppelpack sagt sie: „Ich bin sehr stolz auf die zwei Tore, dass ich das selbst geschafft habe. Aber wir haben als Team gespielt und als Team die zwei Tore gemacht.“ Nach ihrem ersten Tor rannte Tomasiak zur Bank, umarmte die Betreuerin. Auf BILD-Nachfrage erklärt die Torschützin: „Ich hatte vorher geplant, mich bei Anna zu bedanken.“
Trotz ihrer starken Leistung steht Tomasiak nicht gern im Mittelpunkt. Nach dem Spiel wurde sie von ihren Mitspielerinnen vor die Bayer-Fans geschubst, um gefeiert zu werden. Die Polin genießt ihre Tore lieber allein: „Ich bin sehr zurückhaltend und schüchtern. Zu Hause werde ich die beiden Tore bestimmt feiern oder ich rede mit Anna darüber. Aber extrem offen nach außen feiere ich das nicht.“
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