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Lok Leipzig - Überraschende TV-Kritik! Darum war Ziegner so sauer

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Lok Leipzig - Überraschende TV-Kritik! Darum war Ziegner so sauer

Das kam doch ziemlich überraschend angesichts des Auswärtspunktes. Nach dem 3:3 von Lok Leipzig in Greifswald kritisierte Lok-Trainer Torsten Ziegner seine Mannschaft vor der TV-Kamera scharf.

Er sagte gegenüber Ostsport.TV zunächst: „Keine Ahnung, ob die Jungs in der Sommerpause mit den Erlebnissen vorm Sommer es verlernt haben, einfach seriös Fußball zu spielen.“ Damit zielt er auf den verpassten Aufstieg in die 3. Liga in den Relegationsspielen gegen Würzburg. Viele Spieler sind auch jetzt noch dabei. Einer davon ist Alexander Siebeck (32). Er sagt dazu: „Ich kann natürlich nur für mich persönlich sprechen. Ich habe das ja schon das 3. Mal erlebt. Für mich war das vom Kopf her nicht anders als im letzten Jahr und da hat es ja auch gut geklappt. Mir hängt nichts in den Kleidern, aber ich kann wie gesagt nicht für die anderen sprechen.“ Ziegner erklärt dazu auf BILD-Nachfrage: „Ich meine damit, dass die Mannschaft in den letzten beiden Jahren schon extrem vom Erfolg verwöhnt war. Die Jungs sind es nicht richtig gewohnt, auch mal durch eine Talsohle zu gehen. Dann ist es schon möglich, wenn man in Rückstand gerät oder ein Spiel verliert, dass es dann auch schon ein Stück weit zwischen die Ohren geht. Daran müssen wir weiter arbeiten.“

Vor der TV-Kamera sagte er allerdings auch noch das: „Möglicherweise geht es dem einen oder anderen auch zu gut. Also, dieses Thema Wohlfühloase, es sind einige Dinge, die mir nicht gefallen.“ Klingt ziemlich hart. Einen Tag später ordnet das Ziegner so ein: „Wir kriegen extrem viel Lob von allen Seiten, dass wir gut Fußball spielen, dass wir besser Fußball spielen als in den letzten zwei Jahren, dass wir uns viele Torchancen herausspielen und viele Tore erzielen. Aber worauf es im Fußball ankommt, sind die Ergebnisse. Daran werden wir gemessen. Und die stimmen zu 100 Prozent nicht mit dem überein, was wir investieren und was wir auch zeigen. Aus der Komfortzone, viel Lob zu erhalten, müssen wir rauskommen und auch mit Kritik leben. Jeder, der seine Aufgaben nicht erfüllt, wird früher oder später Kritik ernten. Das müssen wir uns als Mannschaft gefallen lassen, das müssen sich die Jungs von mir gefallen lassen, das muss ich mir von Fans und Medien gefallen lassen – weil unsere Erwartungen andere sind als Platz elf in der Liga. Wir müssen uns gegen den Trend, im Mittelmaß der Regionalliga angekommen zu sein, wehren.“ Mittwoch (19 Uhr) gibt es gegen die BFC die nächste Gelegenheit dafür. Auch für den ersten Heimsieg der Saison.

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