Tischtennis: Tränen statt Titel: Kaufmann verliert EM-Finale
Es war ganz knapp.
Bei der Tischtennis-EM kommt Annett Kaufmann bis ins Endspiel - und verliert erst im entscheidenden siebten Satz.
Ihr Aufstieg geht dennoch weiter.
Das neue Gesicht des deutschen Tischtennis ist Annett Kaufmann bereits.
Auf den ersten großen Titel seit dem Karriereende von Timo Boll muss aber auch die Junioren-Weltmeisterin noch weiter warten.
Bei der EM in Slowenien marschierte die 20-Jährige bis ins Finale durch - und verlor dort in 3:4 Sätzen gegen die Russin Elizabeth Abrahamian.
Kaufmann gratulierte ihrer Freundin herzlich - und vergrub dann ihre Enttäuschung hinter einem Handtuch. „Sie hat am Ende einfach die besseren Bälle gespielt“, sagte die neue Vize-Europameisterin unter Tränen.
Für Kaufmann war es trotzdem der bislang größte Erfolg der Karriere. „Wenn ich ein bisschen Abstand habe, kann ich positiv darauf blicken.
Ich kann mir nichts vorwerfen.“ Auf dem Weg in dieses Finale hatte Kaufmann zwei deutsche Duelle gewonnen: im Halbfinale gegen Nina Mittelham (4:3).
Und im Viertelfinale gegen Ying Han (4:0).
Gute deutsche EM-Bilanz „Cappuccino-Matches“ nennt der deutsche Sportvorstand Richard Prause solche Spiele.
Weil er in diesen Fällen immer entspannt zusehen kann.
In Ljubljana galt dies umso mehr, als dass die deutsche Bilanz durch die Goldmedaille im Mixed (Mittelham/Benedikt Duda), Bronze im Doppel (Mittelham/Kaufmann) und Bronze im Herren-Einzel (Dang Qiu) schon vor Kaufmanns Final-Einzug überzeugte.
Trotzdem spielt Kaufmann so etwas wie eine Sonderrolle.
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