Trotz Gerichtsurteil - Weißes Haus verweigert Reporterinnen weiterhin Zugang
Washington – Der Eklat geht weiter. Das Weiße Haus verweigerte am Donnerstag den Sendern CNN, MS Now und Politico (gehört wie BILD zum Axel Springer Verlag) wieder den Zugang – trotz eines anderslautenden Gerichtsurteils.
Konkret berichtet Politico, der Secret Service habe am Donnerstagmorgen (Ortszeit) den Presseausweis einer ihrer Reporterinnen beschlagnahmt – und dies, obwohl wenige Stunden zuvor ein Bundesrichter entschieden hatte, dass das Weiße Haus sie nicht aussperren darf. Das von Trump verhängte Medienverbot gegen die drei Medienhäuser verletzte ihre verfassungsmäßigen Rechte, so das Urteil.
Ein Beamter habe der Politico-Reporterin erklärt, sie verfüge nicht über die erforderliche Zutrittsberechtigung, könne aber möglicherweise mit einem vorübergehenden Tagesausweis hineingelangen. Solche Ausweise werden vom Weißen Haus an Personen vergeben, die nicht über sogenannte „Hard Passes“ verfügen – Dauerausweise, die einen ständigen Zugang zu den Pressebereichen des Weißen Hauses ermöglichen. Ein Sprecher des Weißen Hauses reagierte nicht umgehend auf eine Bitte um Stellungnahme.
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