Roggenbrot in New York: »Es ist schon verrückt, für so ein Brot 60 Dollar auszugeben«
Max Helfrich, Kunde: »Es ist schon verrückt, für so ein Brot 60 Dollar auszugeben. Aber es ist halt an New Yorker Preise angepasst.«
Umgerechnet mehr als 50 Euro für einen Laib Roggenbrot. Das sorgt auch im exklusiven New Yorker Stadtteil Soho für Aufmerksamkeit. Hinter dem Laden mit dem kostbaren Gut steckt eine Bäckerfamilie aus Graz, die nach eigenen Angaben in Österreich rund 45 Filialen betreibt. In New York konzentriert sie sich auf ein einziges Produkt:
Tim Auer, Sohn des Gründers: »Die eine Sache, in der wir, glaube ich, besonders gut sind oder das unser Signature Produkt ist, das ist hundertprozentige Roggensauerteigbrot. Etwas, das selbst Bäckern in Österreich oder Deutschland schwerfällt.«
Der Laib wiegt gut eineinhalb Kilo, die Zutatenliste ist überschaubar: Roggenmehl und Salz kommen aus Österreich, gebacken wird vor Ort – in einem zwei Tonnen schweren Ofen aus Deutschland.
Wer keinen ganzen Laib will, kann das Brot auch als Stulle probieren, etwa mit Butter oder Kaviar. Die Preise dafür: rund 14 Euro.
Max Helfrich, Kunde: »Wenn ich das so sehe, dann positionieren sich die schon als Luxusprodukt. Also, es macht Sinn und funktioniert für sie.«
Der Preis schmeckt allerdings nicht allen. Kritik gebe es vor allem aus Europa, so Tim Auer. In New York selbst habe es bislang kaum negatives Feedback gegeben.
Tim Auer, Sohn des Gründers: »Wir sagen: Leute, das ist eine der aller teuersten Städte der Welt, eine der allerteuersten Straßen in dieser allerteuersten Stadt. Sie sollen sich mal anschauen, was hier eine Wohnung kostet im Vergleich. Das heißt, das ganze Umfeld ist natürlich teurer und dann gleichzeitig scheuen wir halt keine Kosten.«
Ob das den Preis tatsächlich rechtfertigt, müssen die Kunden selbst entscheiden. Fest steht: Aus einem Stück Brot ist in Soho gerade ein ziemlich exklusives Lifestyle-Produkt geworden. Und der Preis scheint dem Hype bislang eher zu helfen als zu schaden.
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