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Gesundheit

Abnehmen im zirkadianen Rhythmus: Der Faktor Uhrzeit

NDR Ratgeber Gesundheit ·
Abnehmen im zirkadianen Rhythmus: Der Faktor Uhrzeit

Ob mit Frühstück oder ohne, früher am Tag oder spät abends: Wann eine Mahlzeit auf dem Tisch steht, ist häufig eine Frage der Gewohnheit oder des Terminkalenders. Dabei scheint der richtige Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme ein entscheidender Faktor für wichtige Stoffwechselprozesse im Körper.

Klug gewählte Essenszeiten können helfen, das Gewicht zu reduzieren oder das Risiko für Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas oder Typ-2-Diabetes zu senken. Das sind die Erkenntnisse der noch recht jungen Forschung der Chrononutrition.

Durch die Evolution ist der Mensch als tagaktives Wesen an den Wechsel von Tag und Nacht angepasst. Tagsüber sind die Zellen auf Stoffwechsel gepolt, nachts läuft im Körper das Programm zur Zellteilung und Regeneration ab. Gesteuert wird dieser Wechsel zwischen Aktiv- und Ruhephase im Körper durch eine Art zentrale innere Uhr im Gehirn.

Und es gibt nicht nur eine innere Uhr: Praktisch jede Körperzelle folgt einem spezifischen Rhythmus. Zu bestimmten Zeiten sind Zellen aktiv, zu anderen weniger. Dafür sorgt ein molekularer Mechanismus aus sogenannten Clock-Genen , die in jeder Körperzelle ticken und ihre Aktivität kontrollieren.

Die Clock-Gene in der Zelle steuern zum Beispiel, wann Zucker besonders gut aufgenommen werden kann oder wann es zu einer erhöhten Einlagerung von Fetten ins Fettgewebe kommt. Essen zum falschen Zeitpunkt kann diese eingestellten inneren Uhren stören.

Alle Menschen folgen grundsätzlich dem von außen vorgegebenen Rhythmus des Tageslichts. Nicht jeder Mensch tickt dabei jedoch genau gleich: Der sogenannte zirkadiane Rhythmus kann sich individuell unterscheiden.

Menschen, die von sich aus früh aufstehen - und übrigens in der Regel dann meist auch gleich Hunger verspüren - bezeichnet man als Lerchen. Die sogenannten Eulen werden morgens später aktiv und beginnen ihre Nahrungsaufnahme entsprechend bevorzugt nach hinten versetzt. Zwischen extremen Lerchen und Eulen kann die innere, zirkadiane Phase um bis zu fünf Stunden verschoben sein.

Die meisten Menschen gehören jedoch keiner dieser Extremformen an. Der weit verbreitete mittlere Chronotyp wird wissenschaftlich als Taube bezeichnet. Die Chronobiologie geht davon aus, dass rund 50 bis 70 Prozent der Menschen diesem Typ angehören.

Der Chronotyp lässt sich sogar molekular genau bestimmen: Ein an der Charité entwickelter Bluttest misst die Aktivität bestimmter Gene und kann daraus ableiten, ob eine Person Früh-, Spät- oder Zwischentyp ist.

Chronobiologie: Ist die Zeitumstellung gesundheitsschädlich? Der menschliche Körper hat eine innere Uhr. Durch die Zeitumstellung kann sie durcheinandergebracht werden.

Nehmen wir mit der Nahrung Kohlenhydrate auf, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Das Insulin sorgt dann wie ein Schlüssel dafür, dass der Zucker schnell aus dem Blut in die einzelnen Zellen gelangt. In der Fachsprache spricht man dabei von einer hohen Insulinsensitivität der Zellen.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.ndr.de — der Inhalt gehört NDR Ratgeber Gesundheit.

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