CDU-Plan für Berliner Mieten: "Vermieterhetze schafft keinen funktionierenden Wohnungsmarkt"
Stefan Evers möchte der nächste Regierende Bürgermeister von Berlin werden. In Umfragen für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September liefert sich der CDU-Spitzenkandidat ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Elif Eralp von der Linken. Jegliche Zusammenarbeit scheint ausgeschlossen: "Die Berliner Linke ist definitiv der radikalste linke Landesverband. In dessen Reihen gibt es offenen Judenhass", sagt Evers im "ntv Salon". Das bestimmende Wahlkampfthema ist ohnehin ein anderes: die Berliner Mieten. Evers verspricht, dass sich die Lage in wenigen Jahren spürbar entspannt. Sein Mittel der Wahl? "Law and Order" im Mietrecht. Zusammenarbeit mit Wohnungsunternehmen wie Vonovia, nicht Enteignung. Und Wohnungen für 50.000 Menschen auf dem Tempelhofer Feld.
ntv.de: Angenommen, Sie gewinnen mit der CDU die Berliner Abgeordnetenhauswahl: Schaffen Sie das trotz oder wegen der Bundespolitik?
Stefan Evers: Ich werde mich nicht in diese verdammt schwierige Aufgabe der Bundesregierung einmischen, sondern alles dafür tun, dass sie erfolgreich ist. Das würde uns allen nützen, denn es geht darum, ob dieses Land noch funktioniert, etwa die sozialen Sicherungssysteme oder der Zusammenhalt in der Gesellschaft. Diskussionen über Rückenwind in Wahlkämpfen sind mir zu kleinlich.
In den Umfragen zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen ab. Zuletzt lagen Sie mit der CDU knapp vor der Linken mit Spitzenkandidatin Elif Eralp. Ärgert es Sie, dass die Linke speziell bei jüngeren Wählern derart populär ist?
Der Zulauf der jungen Menschen zeigt die Kraft von sozialen Medien. Ich finde es besorgniserregend, wie die radikalen Ränder erstarken. Die Berliner Linke ist definitiv der radikalste linke Landesverband. In dessen Reihen gibt es offenen Juden hass. Antisemitismus ist Extremismus und eine Partei, die extremistische Strömungen nicht nur duldet, sondern davon geprägt ist, will ich nicht im Roten Rathaus und nirgends an der Macht sehen. Elif Eralp darf diese Stadt niemals regieren. Das gilt für den rechten Rand und Rechtsextreme genauso.
Wir werden in sozialen Medien nicht so erfolgreich sein wie AfD oder Linke. Die Algorithmen belohnen Populismus und Extreme. Das ist nicht unser Ansatz. Wir stehen für Zusammenhalt und vermittelnde Positionen. Was ich an dieser Stadt so liebe, ist das Freiheitsversprechen. Freiheit entsteht nicht von allein. Dafür muss man aufstehen, die muss man verteidigen. Jeder Einzelne ist gefragt. Das ist der Hauptgrund, warum ich gesagt habe: Ich zögere nicht, Verantwortung zu übernehmen und zu kandidieren. Ich will mich in ein, zwei oder drei Jahren nicht fragen wollen, ob ich etwas unterlassen habe, um für diese Freiheit einzustehen. Die Linke propagiert Judenhass. Jüdische Menschen fühlen sich in dieser Stadt nicht mehr überall sicher und zu Hause. Sie propagiert auch Polizeihass. Die Linke möchte den Verfassungsschutz abschaffen . Warum wohl? Das widerstrebt meinen tiefsten Überzeugungen. Dagegen stehe ich auf.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.n-tv.de — der Inhalt gehört n-tv.