Fotoband von David Bailey: Mehr Haar, mehr Make-up, mehr Stoff: Ein Hoch auf die Achtziger
Die Mode der Achtziger wird von vielen skeptisch betrachtet.
Star-Fotograf David Bailey liefert in einem Bildband eine Liebeserklärung an das Jahrzehnt.
Was kommt Ihnen als Erstes in den Sinn, wenn Sie an die Looks der Achtziger denken? Gigantische Schulterpolster , Aerobic-Outfits oder toupierte Föhnwellen, die aussehen, als hätte man in die Steckdose gefasst? Die Jahre zwischen 1980 und 1989 werden rückblickend von vielen als nicht sehr stilvoll wahrgenommen.
Manche würden vielleicht sogar sagen, die Mode war geschmacklos, das Make-up übertrieben und die Frisuren albern.
Der britische Star-Fotograf David Bailey schafft es jedoch, viele Kritiker mit dem Jahrzehnt zu versöhnen.
Sein Fotoband „Eighties“ ist eine fotografische und modische Liebeserklärung an die Dekade.
Bailey, 1938 in London geboren, ist vor allem als Chronist der Swinging Sixties bekannt geworden.
Das Buch liefert eine Bandbreite seines Schaffens in den Achtzigern.
David Bailey: Modefotografie und Porträts der Achtziger Neben Porträts von Sängerin Tina Turner, Prinzessin Diana, Schauspielerin Catherine Deneuve oder Designer Karl Lagerfeld sind es hauptsächlich Modeaufnahmen für verschiedene Ausgaben der „Vogue“, die die rund 300 Seiten des Bildbandes füllen.
Vor Baileys Linse posierten die großen Models der damaligen Zeit: Jerry Hall, Kelly LeBrock oder Catherine Dyer, die seit 1986 mit dem Fotografen verheiratet ist.
Dass sie Schulterpolster, Rüschen, Tüll und Föhnfrisur tragen, tut dem ästhetischen Empfinden keinen Abbruch.
Bailey selbst nennt die Achtziger im Vorwort „magisch“ – eine Sichtweise, die dank seiner sehenswerten Fotos nun vielleicht einige teilen können.
Der Bildband „Eighties“ von David Bailey ist im Taschen Verlag erschienen und kostet 100 Euro
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