Vizekanzler für Übergewinnsteuer: Klingbeil will an die "maßlosen Krisenprofite" der Mineralölkonzerne
Mit einer europäischen Sondersteuer will Finanzminister Klingbeil außergewöhnliche Gewinne der Mineralölbranche abschöpfen und Autofahrer entlasten. Unterstützung sucht er in Spanien und Polen - in der eigenen Regierung stößt der Plan auf Ablehnung.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat vor dem Treffen mit seinen Amtskollegen in Dublin noch einmal betont, dass er eine EU-weite Übergewinnsteuer will. "Die EU-Kommission sollte hier jetzt sehr zügig handeln", sagte er dem Portal Politico. "Dafür setze ich mich gemeinsam mit meinen Amtskollegen aus weiteren großen EU-Staaten wie Spanien und Polen ein."
Die hohen Spritpreise seien für alle, die auf ihr Auto angewiesen sind, eine enorme Belastung, sagte der Vizekanzler. "Deshalb müssen die Preise zügig runter." Seine Vorschläge lägen seit Monaten auf dem Tisch - "dazu gehört eine europäische Übergewinnsteuer, damit wir maßlose Krisenprofite der Mineralölkonzerne an die Bürgerinnen und Bürger zurückgeben können".
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