Iran-Krieg: Kein Treffen zur Straße von Hormus – was steckt dahinter?
Ein geplantes Treffen im Oman machte Hoffnung auf Bewegung im Konflikt um die Straße von Hormus.
Doch der Termin platzt kurz vorher.
Seit Monaten belastet die festgefahrene Situation in der Straße von Hormus die Weltwirtschaft.
Hoffnung machte ein geplantes Treffen der Außenminister des Irans und des Omans mit ihren Kollegen aus den Staaten am Persischen Golf – doch dazu kommt es vorerst nicht.
Warum gibt es immer noch Streit um die Straße von Hormus? Die Straße von Hormus, eine an ihrer engsten Stelle rund 35 bis 40 Kilometer breite Meerenge, ist im Krieg zum zentralen Streitpunkt zwischen dem Iran und den USA geworden und hat sich für Teheran zum wohl wirksamsten Druckmittel in dem Konflikt entpuppt.
Vor dem Krieg konnten Handelsschiffe die Meerenge ungehindert und frei von Gebühren und Abgaben passieren, rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung lief durch die Meerenge.
Auch Flüssiggas und Dünger aus den Golfstaaten werden über die Route exportiert.
Die Einschränkungen belasten die Weltwirtschaft.
Steigende Öl- und Benzinpreise setzen auch US-Präsident Donald Trump unter Druck.
Schon kurz nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe Ende Februar hatte Irans Militärführung den Schiffsverkehr in der wichtigen Meerenge mit Drohungen und Angriffen faktisch zum Erliegen gebracht.
Die iranische Marine verminte die Fahrwasser, erklärte lediglich eine nördliche Route entlang der eigenen Küste für sicher und verlangte Gebühren für die Durchfahrt.
Andere Konflikte wie der Atomstreit oder Irans Unterstützung für militante Gruppen in der Region rückten dadurch in den Hintergrund.
Ein Mitte Juni unterzeichnetes Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran sollte den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen.
Die Konfliktparteien einigten sich auch auf eine Wiederöffnung der Meerenge.
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