Sommer-Gewitter-Bilanz 2026 - Alle 80 Sekunden ein Blitz! Wo es am meisten krachte
Hagel-Chaos, Starkregen, schwere Sturmböen und sogar Tornados: Der Sommer 2026 hat Deutschland mehrfach heftige Unwetter beschert. Jetzt zeigt die offizielle Blitz-Bilanz des europäischen Blitzortungsdienstes Meteorage, wie turbulent die vergangenen Monate tatsächlich waren.
Vom 1. Juni bis zum 31. August registrierten die Experten bundesweit 97.899 Wolken-Boden-Blitze. Das heißt: Den ganzen Sommer über zuckte statistisch betrachtet alle 80 Sekunden irgendwo im Land ein Blitz vom Himmel. Im europäischen Vergleich landet Deutschland damit auf Platz vier hinter Italien, Frankreich und Spanien. Europaweit wurden im selben Zeitraum knapp 900.000 Wolken-Boden-Blitze registriert. Die Bundesrepublik zählt damit weiterhin zu den gewitterreichsten Ländern des Kontinents.
Äußerst aktiv war der Juni. Mit 47.053 registrierten Blitzen entfiel fast die Hälfte aller Einschläge des Sommers auf den ersten der drei Sommermonate. Der blitzreichste Tag war allerdings der 14. Juli mit 7518 registrierten Wolken-Boden-Blitzen.
Besonders häufig krachte es im Süden der Republik. Bayern führt die Länder-Rangliste mit 27.366 Blitzen deutlich an. Dahinter folgen Baden-Württemberg (14.065) und Niedersachsen (13.028). Nordrhein-Westfalen kommt auf 6818, Sachsen auf 5935 Blitze.
Bei den Landkreisen liegt dagegen ein Vertreter aus Norddeutschland überraschend an der Spitze: Im Landkreis Cuxhaven wurden 1360 Blitze registriert. Knapp dahinter folgen das Oberallgäu in Bayern (1355) und Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein (1302). Auch Rendsburg-Eckernförde und Ludwigslust-Parchim schaffen es in die Top fünf. Unter den Großstädten hatte München die Nase vorn. In der bayerischen Landeshauptstadt registrierten die Messsysteme im Sommer 439 Wolken-Boden-Blitze.
Nach Einschätzung der Wetterexperten war der Sommer 2026 zwar nicht außergewöhnlich blitzreich. In Erinnerung bleiben dürfte er trotzdem. „Der meteorologische Sommer 2026 war in Europa von zahlreichen schweren Gewitterereignissen geprägt“, sagt Joris Royet vom Blitzortungsdienst Meteorage. Mehrere Wetterlagen hätten Superzellen mit großem Hagel, zerstörerischen Windböen und lokal sogar Tornados hervorgebracht. Die Blitzaktivität lag insgesamt deutlich über dem Niveau des Sommers 2025.
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