Zum 40. Jubiläum: Meine Abrechnung mit Alf
Für meine Eltern Kult, für mich Horror: Vor 40 Jahren erschien der Außerirdische Alf zum ersten Mal auf der TV‑Bildfläche.
Sehr zum Leidwesen meines jüngeren Ichs.
Alf sitzt am Küchentisch, die pelzigen Pranken auf der bunt gemusterten Plastiktischdecke.
Auf dem Stuhl neben ihm liegt Kater Lucky, völlig vertieft in seinen Futternapf.
Wenn das Tier nicht aufpasst, wird es gleich selbst zur Mahlzeit.
Denn der Außerirdische kündigt prompt an, sich ein „schnuckeliges SLT“ zuzubereiten.
Ein Sandwich mit „Schinken, Lucky und Tomaten“.
Was für Fans der beliebten 80er-Jahre-Serie ein ganz normaler Running Gag war, wurde für mich zum Stoff meiner Albträume .
Als die erste Folge der US-Sitcom am 22.
September 1986 ausgestrahlt wurde, war ich noch lange nicht auf der Welt.
Bis zum Jahr meiner Geburt waren die vier Staffeln „Alf“ längst abgedreht.
Trotzdem bin ich – sehr zu meinem Leidwesen – mit dem Außerirdischen aufgewachsen.
Abneigung auf den ersten Blick Das liegt einerseits daran, dass Kabel Eins die Serie in den frühen 2000er-Jahren unermüdlich und nahezu täglich ausstrahlte, und andererseits daran, dass vor allem meine Mutter ein großer Fan dieses Wesens war, das mir bis heute einen Schauer über den Rücken jagt.
Warum genau ich damals überhaupt zum Mitschauen animiert wurde, erschließt sich mir immer noch nicht.
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