Buddhistischer Abt in Thailand soll Millionensumme unterschlagen haben
In Thailand steht ein hochrangiger buddhistischer Mönch unter Verdacht, eine Millionensumme unterschlagen und obendrein noch gegen das Gebot der sexuellen Enthaltsamkeit verstoßen zu haben.
Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wird Phra Wachirayan Wi, Abt des aus dem 14.
Jahrhundert stammenden Wat-Phutthaisawan-Tempels in Ayutthaya, vorgeworfen, für seinen Tempel gedachte Gelder in Höhe von 91,8 Millionen Baht (2,39 Millionen Euro) veruntreut zu haben.
Der 66-Jährige wurde demnach am Donnerstag wegen Untreue, Geldwäsche und anderer Vergehen festgenommen.
Außerdem kam eine 47 Jahre alte Frau in Gewahrsam, die dem Abt beim Verschleiern seiner Taten und beim Umtausch der veruntreuten Gelder geholfen haben soll.
Aufnahmen einer Überwachungskamera, die den buddhistischen Mönch und seine mutmaßliche Komplizin auf einem Tisch in der Residenz des Abtes beim Sex zeigen, wurden von vielen thailändischen Medien verbreitet.
Der Abt verstieß damit offenbar sowohl gegen das Gebot für buddhistische Mönche, auf weltlichen Besitz zu verzichten, als auch gegen sein Keuschheitsgelübde.
Die Ermittlungen gegen ihn hatten Mitte Juli nach einem anonymen Hinweis begonnen.
Den Ermittlungen zufolge gab es zwei Geldströme: Rund 89 Millionen Baht für die Renovierung des Tempels und 2,8 Millionen Baht für buddhistische Amulette und andere heilige Gegenstände.
In beiden Fällen sei „kein einziger Baht“ auf dem Konto des Tempels gelandet, sagte ein Polizeivertreter am Freitag bei einer Pressekonferenz.
Die Ermittler beschlagnahmten demnach Besitz im Wert von 215 Millionen Baht, darunter 16 Kilogramm Gold sowie Schmuck und Landbesitz.
Nun müsse geprüft werden, was davon rechtmäßig dem Tempel gehöre und was Privatbesitz sei.
Der Abt wurde nach seiner Festnahme seines Amtes enthoben.
Es ist nicht der erste Skandal rund um buddhistische Mönche in Thailand .
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