Gesetzliche Krankenversicherung: AOK-Chefin warnt vor Übernahme von Abnehmspritzen durch Krankenkassen
AOK-Bundesverbandschefin Carola Reimann hat vor einer Kostenübernahme von Abnehmspritzen durch die gesetzliche Krankenversicherung gewarnt. Würden alle gesetzlich versicherten Adipositas-Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder mehr regelmäßig damit behandelt, entstünden hochgerechnet jährliche Kosten von etwa 45 Milliarden Euro, sagte Reimann den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Bei einem BMI von 35 und mehr würden sich die jährlichen Kosten demnach immer noch auf rund 14 Milliarden Euro belaufen. »Das ist sicher ein Maximal-Szenario, aber es zeigt die finanziellen Dimensionen dieses Themas«, sagte Reimann .
Die neue Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Sonja Optendrenk, hatte zuletzt eine Kostenübernahme von Abnehmspritzen bei schwerer Adipositas ins Gespräch gebracht. Reimann sagte zu der Thematik: »So verkürzt kann man die Debatte nicht führen.«
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