Manuela Schwesig und die AfD: Das Gegenteil von Merz ist auch nicht die Lösung
Dass sich Manuela Schwesig trotz ihres SPD-Parteibuchs gegen die AfD behaupten kann, nötigt Beobachtern bundesweit Respekt ab. Bei genauer Betrachtung gibt aber auch Mecklenburg-Vorpommern keinen Grund zum Aufatmen: Für den AfD-Erfolg scheint egal, was und wen die anderen Parteien aufbieten.
Manuela Schwesig hat gute Chancen, das Allerschlimmste zu verhindern. Zumindest aus Sicht all jener, für die eine AfD-geführte Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern das Allerschlimmste ist. Dieser Erfolg nötigt Respekt ab, ganz gleich, ob Schwesigs SPD am Sonntagabend tatsächlich noch vor der AfD ins Ziel geht. Ihre Aufholjagd in den Umfragen ist so beeindruckend wie Schwesigs persönliche Zuspruchswerte. Die Hälfte der Befragten im Land würde bei einer Direktwahl des Regierungschefs für die 52-Jährige stimmen. Wahr ist, als personifiziertes Gegenteil von Bundeskanzler Friedrich Merz schafft es Schwesig, beachtliche Teile der rund 1,3 Millionen Wahlberechtigten hinter der politischen Mitte zu versammeln. Die zweite, deutlich unbequemere Wahrheit lautet aber: Am hohen Zuspruch zur AfD kann auch jemand wie Schwesig wenig ändern.
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