Bedeutende Begräbnisstätte: Friedhofschef kritisiert: Zu wenig Zeit für Wildschweinjagd
Wildschweine sorgen nach Vandalismus am Zaun auf einem der größten Friedhöfe Deutschlands für Schäden.
Jetzt darf gejagt werden - sechs Wochen lang.
Wie der Friedhofsleiter in Stahnsdorf reagiert.
Nach Beschädigungen am Zaun dürfen auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf jetzt Wildschweine gejagt werden - doch der Friedhofsleiter hält die dafür gesetzte Frist bis Ende Oktober für zu knapp. „Es ist schlicht und einfach unmöglich, innerhalb von nur sechs Wochen den gesamten Schwarzwildbestand aus dieser Liegenschaft zu bringen und damit eine nachhaltige Wildschadenabwehr zu betreiben“, teilte Olaf Ihlefeldt der Deutschen Presse-Agentur mit.
Zuvor berichtete der RBB über die Ausnahmegenehmigung für die Wildschwein-Jagd auf dem Friedhofs-Areal.
Sie wurde laut Ihlefeldt am Montag (21.
September) erteilt.
Unbekannte hatten wiederholt den Zaun auf dem Gelände beschädigt und Lockstoff für Wildschweine angebracht.
Der Friedhof südwestlich von Berlin gilt nach eigenen Angaben als einer der größten und bedeutendsten in Deutschland.
Grünflächen durchwühlt, auch Gräber beschädigt „Angesichts der Dramatik und der bekannten, extremen Schwierigkeiten bei der Jagdausübung auf einem sensiblen Areal wie dem Südwestkirchhof Stahnsdorf“ sei die Befristung der Ausnahmegenehmigung durch die Untere Jagdbehörde bis zum 31.
Oktober 2026 eine völlig inakzeptable Entscheidung, sagte Friedhofsleiter Ihlefeldt.
Er schätzt, dass derzeit rund 20 Wildschweine auf dem Areal sind.
Als Friedhofsleiter begegne er den Tieren im Dunkeln quasi täglich. „Der Jäger steht bereit und wird so zeitnah wie möglich mit den Maßnahmen beginnen“, sagte Ihlefeldt weiter.
Ein vollständiges Beheben des Problems in diesem engen Zeitfenster sei aber unrealistisch.
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